Anwohner der Gesamtschule Robert Jungk ärgern sich über Müll und Randale.

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Ein abgetretener Mülleimer ist für Kirsten Boguth nur ein Teil der Ärgernisse rund um die Robert-Jungk-Gesamtschule am Reepenweg in Hüls.

Ein abgetretener Mülleimer ist für Kirsten Boguth nur ein Teil der Ärgernisse rund um die Robert-Jungk-Gesamtschule am Reepenweg in Hüls.

Andreas Bischof

Ein abgetretener Mülleimer ist für Kirsten Boguth nur ein Teil der Ärgernisse rund um die Robert-Jungk-Gesamtschule am Reepenweg in Hüls.

Hüls. "Wir wohnen seit elf Jahren hier, und es wird immer schlimmer." Jetzt ist Kirsten und Christian Boguth von der Lobbericher Straße in Hüls der Kragen geplatzt. Ihr Thema, die Verschmutzung der Straßen in der Umgebung der Robert-Jungk-Gesamtschule, wird am Mittwoch, 21. Januar, in der Sitzung der Bezirksvertretung Hüls behandelt.

Christian Boguth hatte sich an den Hülser Ratsherrn Philibert Reuters gewandt, der hat die Beschwerde in die Tagesordnung aufnehmen lassen. "Wir hatten uns auch schon einmal an den Oberbürgermeister gewandt, aber nur eine lakonische Antwort erhalten, auch mit dem Schulleiter haben wir gesprochen", berichtet Kirsten Boguth (41).

Die Übergriffe der Schüler sind immer heftiger geworden

Die Boguths wohnen auf halber Strecke zwischen der Schule und dem Supermarkt an der Leuther Straße. Aus der Verschmutzung durch achtloses Wegwerfen von Verpackungen sei inzwischen Vandalismus geworden, beklagt Christian Boguth in seinem Schreiben: "Die Übergriffe der Schüler werden immer heftiger, Fenster und Türen werden mit Eiern und Plastikflaschen beworfen, Mülltonnen umgetreten. Hinzu kommen Pöbeleien. Es geht an die Grenze des Erträglichen. Wir fühlen uns hier nicht mehr wohl."

Der Leiter der Gesamtschule mit insgesamt 800 Schülern aus Hüls, dem Krefelder Norden, Kempen und St. Hubert, Ralf Sänger, wiegelt keineswegs ab: "Nachweislich sind unsere Schüler beteiligt, aber nebenan ist die Schwerhörigenschule, und an der Bushaltestelle kommen auch Schüler anderer Schulen zusammen."

Er kennt das Problem und hat Verständnis für den Unmut und die Verärgerung der Anwohner. "Erst in der Dezember-Ausgabe der Robert-Jungk-Nachrichten haben wir - unabhängig von dem Schreiben der Familie Boguth - auf das richtige Verhalten der Schüler außerhalb der Schule hingewiesen." Sänger betont allerdings, dass ihm außerhalb des Schulgeländes die Hände gebunden sind: "Das Straßenumfeld liegt nicht im Aufsichtsbereich der Schule. Wir können nur auf freiwilliger Basis handeln."

Eine Müllsammelgruppe gibt es seit mehreren Jahren

Seit mehreren Jahren schickt er vor Beginn der Ferien eine Müllsammelgruppe aus freiwilligen Schülern die Straßen entlang. Bei der letzten Aktion hat ein Anwohner die Sammler mit Schokolade belohnt. In den nächsten Tagen schickt er einen gezielt auf die Problematik abhebenden Elternbrief heraus, der von der Erziehungsberechtigten abgezeichnet werden muss. Auch der Vorsitzende der Schulpflegschaft, Hans Joachim Hofer, nimmt die Vorwürfe ernst: "Wir werden die Eltern an ihre Pflichten und die Schulordnung erinnern."

Den Anwohnern rät er, häufiger das Gespräch mit der Schule zu suchen und die Möglichkeit zu nutzen, bei den Schulfesten mit Eltern ins Gespräch zu kommen. Er weist allerdings auch darauf hin, dass die Sporthalle auch von anderen als Schülern benutzt wird, in diesem Schulzentrum viele Menschen verkehren: "Wir wollen ein gutes Verhältnis zwischen Schule und Nachbarn haben."

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