Schüler der Maria-Montessori-Gesamtschule bauen im Unterricht Nistkästen.

Schülerin Thea Goetzens geht in die achte Klasse und hat im Unterricht fleißig an den Nistkästen mitgearbeitet.
Schülerin Thea Goetzens geht in die achte Klasse und hat im Unterricht fleißig an den Nistkästen mitgearbeitet.

Schülerin Thea Goetzens geht in die achte Klasse und hat im Unterricht fleißig an den Nistkästen mitgearbeitet.

Andreas Bischof

Schülerin Thea Goetzens geht in die achte Klasse und hat im Unterricht fleißig an den Nistkästen mitgearbeitet.

Kliedbruch. In den Handswerksräumen der Maria-Montessori-Gesamtschule bohren, schrauben und sägen Schüler der achten Klasse für den Schutz des deutschen Waldes und für gemütliche Vogelnistplätze. Schleiereulen, Steinkäuze, Meisen und Rotschwänzchen sollen in den nächsten Wochen in 30Nist- und Brutkästen ihr neues Zuhause finden. Zusammen mit Arno Schönfeld-Simon, dem Stadtoberförster, sollen die Kästen in der Umgebung der Schule und auf dem Hülser Berg angebracht werden.

Die Schüler beweisen handwerkliches Geschick

Dafür legen sich die Jugendlichen mächtig ins Zeug. Unter Anleitung ihres Lehrers, Ferdinand Sprenger, zeigen die Schüler ihr handwerkliches Geschick und beweisen auch ihre Teamfähigkeit.

"Der Handwerksunterricht hat eine große integrative Wirkung. Besonders Jugendliche, die sonst aufgrund von schlechteren Schulleistungen oder körperlichen Behinderungen nicht im Mittelpunkt stehen, machen hier tolle Erfahrungen", erklärt Sprenger.

Gefördert wird die Nistkästenaktion durch die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, die besonders auf dem Gebiet der Umweltpädagogik aktiv ist. Karl Weckes, Vorsitzender des Kreisverbandes Krefeld denkt dabei nicht nur an den Bau der Nistkästen selbst. "Die Jugendlichen lernen auch warum Nistkästen wichtig sind und wie die Vögel sich verhalten. Zudem kümmern sie sich um die Nachpflege der Kästen", sagt er.

Gerade haben die 13-jährige Daniela Prießen und die 14-jährige Thea Goetzens einen Eulenkasten fertiggestellt. "Etwas selber herzustellen ist eine schöne Abwechslung zum normalen Schulalltag", sagt Daniela und versenkt gekonnt die letzte Schraube.

Den Umgang mit den vielfältigen Handwerksgeräten beherrscht auch der 14-jährige Yannik Wendler sehr gut und ist mit Begeisterung dabei: "Das habe ich von meinem Vater und Großvater gelernt. Ich habe auch zu Hause schon mal Nistkästen gebaut", sagt der Achtklässler.

Die ersten Vögel sind schon aus dem Süden zurückgekehrt. Durch die fleißige Arbeit der Gesamtschüler werden sie nicht lange nach einem guten Nistplatz suchen müssen.

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