Die Architektin spricht von einer Punktlandung bei den Kosten.

Hüls
Viele strahlende Gesichter gab es bei der Eröffnung des Feuerwehrhauses in Hüls.

Viele strahlende Gesichter gab es bei der Eröffnung des Feuerwehrhauses in Hüls.

Andreas Bischof

Viele strahlende Gesichter gab es bei der Eröffnung des Feuerwehrhauses in Hüls.

Hüls. Der Einmarsch der 48 Aktiven und zwölf Jugendlichen in ihren adretten Uniformen in das neue Feuerwehrgerätehaus in Hüls verlieh der Eröffnung der Feuerwache einen festlichen Charakter – untermalt von den Klängen der „Nette Stölle Jonges“. Oberbürgermeister Gregor Kathstede erinnerte in seiner Ansprache an die bisherige Feuerwache im Ortskern, die zuletzt aus allen Nähten platzte.

Gut ein Jahr nach dem ersten Spatenstich sei am Westrand von Hüls an der Straße Den Ham mit dem neuen Zuhause der Freiwilligen Feuerwehr ein echter „Hingucker“ entstanden. Kathstede: „Ein Beispiel dafür, dass sich Funktionalität und Design nicht ausschließen müssen, sondern sich perfekt ergänzen.“ Er betonte die verkehrstechnisch günstige Lage in Sichtweite zur B 9, von wo aus innerhalb weniger Minuten zu Bränden, Wasserschäden und Unfällen ausgerückt werden kann.

Rolltore aus Metall und Glas für die Fahrzeughalle

Architektin Bettina Kempen sprach von einer „Punktlandung“, weil sowohl der Zeitplan als auch das Kostenbudget eingehalten wurden. Sie verwies auf bauliche Finessen wie die Rolltore aus Metall und Glas für die Fahrzeughalle, die durchgängig befahrbar ist und Platz für mindestens vier Löschfahrzeuge bietet. Der Bau, an dem 29 Firmen mitgewirkt haben, kostete knapp drei Millionen Euro. Dafür habe die Hülser Feuerwehr einen auf den Leib geschnittenen Maßanzug erhalten – nicht zuletzt dank der Beratung durch die Berufsfeuerwehr.

Hausherr und Löschzugführer Joachim Klein begrüßte die zahlreichen Gäste und dankte allen Verantwortlichen, dass ein Wunschtraum wahrgeworden ist. Die 60 Feuerwehrleute, darunter sechs Frauen, finden moderne Sozialräume vor. Auch die regelmäßigen Schulungen und die zweijährige Ausbildung für Jugendliche werden hier durchgeführt.

Klein schilderte den Ablauf von Einsätzen. Die Feuerwehrleute werden per Funk zu Hause, am Arbeitsplatz oder unterwegs alarmiert. Wer abkömmlich ist, rückt auf dem schnellsten Weg ein, zieht den Schutzanzug an und nimmt einen von neun Plätzen im Löschfahrzeug ein, das sofort zum Einsatzort aufbricht. Nur bei Großbränden wie bei Holz Roeren und Compo verlassen die freiwilligen Helfer schon einmal den Stadtteil, um die Berufsfeuerwehr zu unterstützen.

Das Grundstück ist 5400, die Verkehrsfläche fast 1500 und die Wagenhalle knapp 600 Quadratmeter groß. Ein 15 Meter hoher Sirenenmast im Innenhof warnt die Bevölkerung beim Ausrücken.

Die Baukosten des neuen Gerätehauses betragen 2,88 Millionen Euro.

Kathstede und Stadtdirektorin Beate Zielke hatten noch eine weitere erfreuliche Nachricht für die Sicherheit in Hüls. Bereits im Juni wird die Rettungswache von der Westparkstraße an den südlichen Ortseingang umziehen.

Leserkommentare (1)


() Registrierte Nutzer