Keine Einigung über die Nutzung des Parkplatzes.

Alfred Winkes (l.) und Pierre Sommet hatten sich gegen Lidl ausgesprochen. Und haben nun gewonnen. Archiv
Alfred Winkes (l.) und Pierre Sommet hatten sich gegen Lidl ausgesprochen. Und haben nun gewonnen. Archiv

Alfred Winkes (l.) und Pierre Sommet hatten sich gegen Lidl ausgesprochen. Und haben nun gewonnen. Archiv

Dirk Jochmann

Alfred Winkes (l.) und Pierre Sommet hatten sich gegen Lidl ausgesprochen. Und haben nun gewonnen. Archiv

Krefeld. Aus für Lidl in Hüls. Wie die Konzernzentrale in Neckarsulm auf WZ-Anfrage mitteilt, könne sie die Planung an der Tönigsberger-/St. Huberter-Landtraße eine neue Filiale zu bauen, „nicht realisieren“. Damit ist die rund dreijährige Auseinandersetzung um den neuen Markt auf einem Grundstück der Volksbank zumindest vorläufig beendet. Lidl wird es in Hüls nach der Aufgabe des Marktes am Christian-Roos-Platz Ende Oktober 2013 „in näherer Zukunft“, so teilt Pressesprecher Stephan Krückel mit, nicht mehr geben.

Unterschiedliche Vorstellungen über die Parkplatznutzung

Der Lidl-Sprecher verweist darauf, dass ein eingeleitetes Bebauungsplanverfahren für den Markt mit einer Verkaufsfläche von rund 1000 Quadratmetern zunächst sehr zuversichtlich gestimmt habe, bald wieder nach Hüls kommen zu können. Vorangegangen waren aber unterschiedliche Vorstellungen über die Nutzung eines künftigen Parkplatzes auf dem Gelände, das Lidl von der Volksbank gekauft hatte. Die Bezirksvertretung bestand auf der Forderung, dass dieser Parkplatz mit 80 bis 100 Stellplätzen wie auch die von Edeka und Netto am Bahnhof 24 Stunden lang allgemein von den Hülser Bürgern genutzt werden könne.

In einem städtebaulichen Vertrag mit der Verwaltung unter anderem über die Erschließung des künftigen Areals hatte Lidl einer zeitweisen Nutzung des Parkplatzes bei besonderen Anlässen (unter anderem Bottermaat) zugestimmt. Der Vertrag, so verlautet aus der Politik, habe jedoch keine Rechtskraft erlangt, weil ihm in der Bezirksvertretung, als auch im Bauausschuss und im Rat die Zustimmung verweigert wurde.

Diese und andere Positionen, so heißt es in der Stellungnahme aus Neckarsulm, hätten in der mehr als drei Jahre währenden Planungsphase zur Realisierung des Standortes „zu Entwicklungen geführt, die es uns unmöglich machen, am geplanten Standort eine attraktive und zukunftsfähige Filiale zu betreiben“. Der Discounter bedauert das nach der langen Entwicklungszeit sehr. „Die hinsichtlich unserer Wieder-Ansiedlung grundsätzlich positive Stimmung in der Bevölkerung veranlasst uns dazu, auch weiterhin intensiv daran zu arbeiten, möglichst bald wieder eine Filiale in Hüls eröffnen zu können.“

Während aus der Volksbank Pläne verlauten, statt dem Markt dort Wohnbebauung zu planen, bleibt offen, was mit der maroden Turnhalle geschieht, die abgerissen werden sollte. Auch die Zukunft des das benachbarten Grundstücks mit der Hausnummer 16 ist nach dem Ankauf durch Lidl wieder offen. Zurück zum ursprünglichen Standort am Christian-Roos-Platz (rund 200 Meter weiter südlich) kann Lidl nicht mehr. Die dortige Verkaufsfläche war dem Discounter zu klein geworden und wird künftig einer anderen Nutzung zugeführt.

Der Absage durch den Discounter Lidl geht ein langer Streit voraus. So hatten die Hülser Bezirksvertreter im vergangenen April die Planungsausschuss- und Stadtrat-Mitglieder einstimmig dazu aufgefordert, den städtebaulichen Vertrag mit dem Investor des Supermarktes nicht abzuschließen, solange der dazu gehörende Parkplatz nicht rund um die Uhr und für alle Bürger geöffnet bliebe. Die Unterzeichnung wurde dann als Affront aufgenommen.

Leserkommentare (6)


() Registrierte Nutzer