Bei der Theatergruppe Hölsche Komödie probt eine Gruppe Nachwuchstalente derzeit ein Stück. Premiere ist am 20. März.

Das Jugendtheater probt für die Premiere des Stücks „Muttertag“ von Walter G. Pfau.
Das Jugendtheater probt für die Premiere des Stücks „Muttertag“ von Walter G. Pfau.

Das Jugendtheater probt für die Premiere des Stücks „Muttertag“ von Walter G. Pfau.

Dirk Jochmann

Das Jugendtheater probt für die Premiere des Stücks „Muttertag“ von Walter G. Pfau.

Krefeld. Eine typische Situation unter vier Geschwistern: Carmen, Laura, Julia und Bruder Nicki haben sich ständig wegen irgendwelcher Kleinigkeiten in der Wolle. In diesem Fall geht es um das gemeinsame Muttertagsgeschenk. Während die vier noch grübeln, hat Mutter Wilma aber ihre eigene Lösung für das Muttertags-Problem gefunden.

Zum ersten Mal hat die Hülser Theatergruppe der KAB, Hölsche Komödie, eine Jugendbühne aufgebaut. "Die Nachfrage zum Theater für Jugendliche ist groß", sagt Armin Anuschewski, Leiter der "Hölsche Komödie". Doch in die Erwachsenenstücke der Theatergruppe jugendgerechte Rollen hineinzuschreiben sei schwer, da die Stücke in sich geschlossen seien, fügt Schauspieler Ludwig Croonenbroeck hinzu.

Das sei ein Grund für eine Jugendtheatergruppe gewesen. Über den Deutschen Theaterverlag hat sich Ludwig Croonenbroeck, Leiter der Jugendbühne, verschiedene Stücke kommen lassen. Walter G. Pfaus "Muttertag" hat das Rennen gemacht. "Es ist witzig und ideal für Jugendliche", erklärt Croonenbroeck. Zudem sei der Autor sehr bekannt in der Theaterszene. Seine Stücke wurden bereits im Millowitsch-Theater aufgeführt.

Neugier und Spaß treiben die Jugendlichen an

Für viele der Akteure ist es das Bühnendebüt. Die 17-jährige Julie Stark hat die Chance ergriffen. "Ich möchte Schauspielerin werden", erzählt sie. Da sei das genau der richtige Einstieg, um die ersten Erfahrungen zu sammeln.

Ihre Freundinnen Kira Angel (15) und Kathyie Mang (15), sie spielt die Freundin der vier Geschwister, finden es interessant und spaßig. Sie wollten es einfach mal ausprobieren, erklären die beiden. Einzige Nachwuchsschauspielerin mit Bühnenerfahrung ist Sabrina (19), die Tochter des Jugendleiters. "Sie hat bereits bei mehreren großen Stücken der Hölsche Komödie mitgewirkt", erzählt Vater Croonenbroeck stolz. Das merke man auch. Ihre Aussprache sei klarer und die Betonungen übertriebener.

Die Hölsche Komödie wurde 1989 als Theatergruppe der KAB St. Cyriakus Krefeld-Hüls gegründet. Seit 20 Jahren haben sie regelmäßig Aufführungen, darunter auch Sketche. Zur Zeit besteht die Gruppe aus 16 Amateur-Schauspielern. Leiter der Theatergruppe ist Armin Anuschewski.

Die Premiere des Stücks ist am 20. März um 19 Uhr. Alle Aufführungstermine stehen auf der Homepage der Theatergruppe. Der Kartenvorverkauf für die Aufführung im Heinrich-Joeppen-Haus läuft bereits über das Kunstgewerbe Greiffenstein und den A.C.M Weinkontor.

"Theater ist Übertreibung", sagt Ludwig Croonenbroeck. Das mache es so interessant. Damit die Geschwister nicht alle von Mädchen gespielt werden, hat Sabrina noch ihren Freund Wolfgang Angenendt (17) mitgebracht. "Das Laientheater gefällt mir gut", sagt er. Die letzte im Bunde ist Wilma Gutknecht (60). Sie spielt die Mutter der sich ewig streitenden Geschwister. Ihre Liebe zum Theater hat sie vor eineinhalb Jahren entdeckt. Seitdem spielt sie bei der Hölsche Komödie. "Ich liebe es, in verschiedene Rollen zu schlüpfen", sagt sie.

Nach 20 Minuten ist die Probe vorbei. Und wie fast jedes Mal hat Leiter Croonenbroeck nur Lob für die Amateurschauspieler übrig. Hier und da muss noch an der Aussprache gefeilt werden, doch seit Probebeginn im September vergangenen Jahres haben sie große Fortschritte gemacht.

Nicht das Bühnenbild sondern die Jugendgruppe soll überzeugen

Bis zur Premiere sind es nur noch acht Wochen. Die Kostüme müssen noch zusammengestellt werden. Zwar aus dem eigenen Kleiderschrank, "aber bei jungen Damen ist das ja immer so eine Sache", sagen die vier Mädchen scherzhaft. Auch über das Bühnenbild ist noch keine Entscheidung gefallen. "Vielleicht werden es zwei Räume, getrennt durch eine kleine Tür", sagt Croonenbroeck. "Es geht auch nicht um ein spektakuläres Bühnenbild, sondern um die Schauspielqualität. Schließlich sollen die Sechs ja das Publikum überzeugen."

Wenn sie das schaffen, ist Pfaus "Muttertag" mit Sicherheit nicht das letzte Stück, das die Jugendgruppe aufführt.

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