Der Stillstand beim Ausbau des Schroersdyk ärgert die Bezirksvertreter. Das Geld ist vorhanden, doch der zuständige Sachbearbeiter im Tiefbauamt ist erkrankt.

Desolat ist der Zustand des Schroersdyk zwischen Inrather Straße und Horstdyk. (Archiv
Desolat ist der Zustand des Schroersdyk zwischen Inrather Straße und Horstdyk. (Archiv

Desolat ist der Zustand des Schroersdyk zwischen Inrather Straße und Horstdyk. (Archiv

Andreas Bischof

Desolat ist der Zustand des Schroersdyk zwischen Inrather Straße und Horstdyk. (Archiv

Krefeld. Der mit Spannung erwartete Sachstandsbericht der Stadtverwaltung zur Ausbauplanung des Schroersdyk zwischen Inrather Straße und Horstdyk (die WZ berichtete) geriet in der Bezirksvertretung (BZV) Nord zu einer einzigen Enttäuschung.

Die Bezirksvertreter durften sich zwar von Jörg Schäfer vom Fachbereich Bürgerservice anhören, dass sich die Anwohner mehrheitlich den Ausbau wünschen und dass die Stadt sogar das Geld dafür freigegeben hat. Dennoch ist seit vielen Monaten nichts passiert - unter anderem deshalb, weil der zuständige Sachbearbeiter beim Fachbereich Tiefbau langfristig erkrankt ist.

Pläne sind bisher nicht vorgestellt worden, ärgern sich die Politiker

Dennoch wolle man die Planung "zeitnah" (ein Wort, das für Lacher sorgte) zu Ende bringen. Sowohl Walter Fasbender, Vorsitzender der CDU-Fraktion in der BZV Nord, als auch der Sprecher der SPD-Fraktion in der BZV Nord, Frank Meyer, beklagen, dass der bereits 2007 gestellte Antrag seither verschleppt wird. Die Dringlichkeit der Maßnahme sei von mehreren Bürgern an die Parteien heran getragen worden.

Nicht einmal die Pläne seien bisher vorgestellt worden. So müssen die Anwohner denn auf das Wort von Tiefbaufachbereichsleiter Hartmut Könner vertrauen, der in der WZ angekündigt hatte, dass es bis 2010 eine Lösung geben wird für das gut 300 Meter lange Straßenstück.

Es sei denn, die Anwohner überlegen es sich noch einmal anders und entscheiden sich - wie zuvor bei den Straßen Krüllsdyk und Heidedyk geschehen - gegen einen Ausbau und für den Erhalt des dörflichen Charakters.

Seit zwei Jahren warten die Anwohner am Schroersdyk zwischen Inrather Straße und Horstdyk auf den Ausbau ihrer Straße. Sie sind sich weitgehend einig, dass die Straße ausgebaut werden soll, und sind bereit, ihren finanziellen Anteil zu leisten, aber es passiert nichts. Vor allem deshalb, weil ein Mitarbeiter des Tiefbauamtes erkrankt ist, hieß es bei der Sitzung der Bezirksvertretung Nord.

Bei der Mobilen Redaktion der WZ haben die Anwohner die Gelegenheit, ihrem Ärger Luft zu machen. Der WZ-Bus kommt am Mittwoch, 4. Februar, von 15 bis 16 Uhr zum Schroersdyk, Ecke Horstdyk. Sie können uns Ihre Meinung auch vorab zukommen lassen. Sie können faxen an die Rufnummer 8 55 28 24 oder mailen:

redaktion.krefeld@ westdeutsche-zeitung.de

Frank Meyer hat im Antrag der SPD ausdrücklich eine Anhörung der Anlieger gefordert. Der desolate Zustand des Straßenzuges und bisherige Umfragen sprechen jedoch eher für eine kurzfristige Ausbauentscheidung der beteiligten Bürger.

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