Offen bleibt die Frage nach einer Anbindung der nördlichen Gebiete des Stadtteils.

Hüls
In Hüls soll es künftig zwei Buslinien geben: eine für den Nordosten, die andere für den Nordwesten. Archiv

In Hüls soll es künftig zwei Buslinien geben: eine für den Nordosten, die andere für den Nordwesten. Archiv

Andreas Bischof

In Hüls soll es künftig zwei Buslinien geben: eine für den Nordosten, die andere für den Nordwesten. Archiv

Hüls. Im Mai oder Juni kommenden Jahres könnte das neue Verkehrskonzept für Hüls starten. Das kündigte Bezirksvorsteher Hans Butzen (SPD) in der jüngsten Sitzung des Gremiums an. Guido Stilling, Chef der SWK-Tochter Mobil, stellte die Planung vor: Zwei Ringbusse sollen jeweils im Osten und im Westen für ein verbessertes Transportangebot im Stadtteil sorgen.

Beide Linien, die 45 A (Rot) und die 45 B (Grün) werden im 30-Minuten-Takt ab dem Straßenbahndepot an der Krefelder Straße/Steeger Dyk fahren. Da künftig die Taktung der Buslinie 069 reduziert werden soll, könne der zweite Bus für Hüls kostenneutral angeboten werden, betont Stilling. Für den östlichen Bereich könne je nach Bedarf das Fassungsvermögen der Busse flexibel gestaltet werden. In Zeiten geringer Frequenz wäre auch der Einsatz von Kleinbussen wie einem Sprinter denkbar.

Für die Schülertransporte gibt es Zusatzbusse

Als Umsteigepunkt von der Straßenbahnlinie 044 auf die Busse will der Chef der SWK-Tochter Mobil das Depot in absehbarer Zeit nicht sehen. Stilling: „Das wäre mit aufwändigen Umbauarbeiten, hohen Kosten und einem langwierigen Planfeststellungsverfahren verbunden.“ So müssten die Busse auf dem Weg zum Depot die Ring- und die Krefelder Straße benutzen.

Für den Transport der Kinder zu den Schulen im westlichen Bereich von Hüls stünden in den Spitzenzeiten weiterhin Ersatz- bzw. Zusatzbusse zur Verfügung.

Kritik gab es aus den Reihen der CDU von Jutta Kind-Brüggemann. Sie vermisst insbesondere eine Ost-West-Verbindung.

Günter Föller von den Grünen stimmte der Vorlage nur als Kompromiss zu. Für ihn gelte diese Variante, „bis wir eine verbesserte Lösung, insbesondere für die Anbindung des Nordens bis zum Hülser Bruch, gefunden haben“.

Dem mehrfach, auch von den Grünen, geäußerten Wunsch nach einem „Ruftaxi“, insbesondere für die Bewohner rund um den Hülser Berg, erteilte Guido Stilling eine klare Absage. „Das ist kostendeckend nicht zu realisieren.“ Er verwies dabei auf das Beispiel Fichtenhain. Dort hätten von den 500 potenziellen Fahrgästen im Schnitt täglich nur fünf Personen dieses Verkehrsmittel benutzt.

Hans Butzen kann die Vorlage nunmehr trotzdem als einstimmige Empfehlung an den Planungsausschuss weiterleiten. Allerdings musste der SPD-Politiker zur Kenntnis nehmen, dass sich die CDU-Fraktion, die das Konzept bisher mitgetragen hatte, der Stimme enthielt.

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