Die Pläne für das 12,5 Hektar große Areal wurden im Rathaus vorgestellt. Umsetzung beginnt frühestens 2015.

Hüls
Auf diesem Gelände in der Nähe des geplanten Gewerbegebietes entsteht derzeit die neue Feuerwache Hüls. Archiv

Auf diesem Gelände in der Nähe des geplanten Gewerbegebietes entsteht derzeit die neue Feuerwache Hüls. Archiv

Andreas Bischof

Auf diesem Gelände in der Nähe des geplanten Gewerbegebietes entsteht derzeit die neue Feuerwache Hüls. Archiv

Krefeld. „Wir warten seit 25 Jahren auf dieses neue Gewerbegebiet“, stellt Bezirksvorsteher Philibert Reuters erleichtert fest. Jetzt soll der Gewerbepark Den Ham im Südwesten von Hüls realisiert werden. Das Interesse bei der „frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit“ im Hülser Rathaus hält sich in Grenzen. Rund 20 potenzielle Investoren und Anlieger lassen sich die Vorstellungen der Verwaltung zum Bebauungsplan 785 erläutern.

Friederike Jansen von der städtischen Planung skizziert die Vorstellungen, die zwischen der Venloer, Kempener, Krüserstraße und Den Ham umgesetzt werden sollen. Das rund 12,5 Hektar große Gelände, das derzeit noch landwirtschaftlich als Ackerfläche genutzt wird, liegt in der Wasserschutzzone III A. Quer durch das Gebiet verläuft eine Leitungstrasse, die ebenfalls in der Planung berücksichtigt werden müsse. Das Gewerbegebiet wird im Innenbereich über einen Ring erschlossen.

Gutachten sollen Fragen zum Lärmschutz klären

Bei Fragen zum Lärmschutz, der insbesondere für das Schulzentrum und die Wohnbebauung nördlich der Kempener Straße erforderlich ist, verweist Stadtplaner Ludger Walter auf die weiteren Planungen, die mit entsprechenden Gutachten verbunden seien. Das betreffe auch die Verkehrsbelastung im Wohngebiet „Legoland“.

Bezirksvorsteher Reuters ist nicht zuletzt deshalb von der Planung angetan, weil in der Vergangenheit etliche Hülser Betriebe aus Platzgründen in Nachbargemeinden abgewandert sind. Für die ortsansässigen Betriebe gebe es keine Erweiterungsmöglichkeiten mehr. Auf seine Frage nach einem Zeitpunkt der Realisierung will sich Walter allerdings nicht konkret äußern. Er macht auf die anstehende Kommunalwahl im kommenden Mai aufmerksam, die die politische Zusammensetzung im Stadtrat verändern könnte. „Frühestens 2015 könnten die Arbeiten beginnen.“

Auch über die künftigen Grundstückspreise könne erst nach der Offenlage der Planung gesprochen werden, meint Walter. „Dann können wir ungefähre Angaben dazu machen.“ Der amtliche Bodenrichtwert des Landes NRW weist für das östlich benachbarte Gewerbegebiet einen Quadratmeterpreis von etwa 80 Euro aus.

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