Anwohner sind sauer, weil Mitarbeiter mit ihren Autos die Straße blockieren.

Hüls
Klaus Wieg vor der Schranke des Klinik-Parkplatzes.

Klaus Wieg vor der Schranke des Klinik-Parkplatzes.

A. Bischof

Klaus Wieg vor der Schranke des Klinik-Parkplatzes.

Krefeld. Klaus Wieg steht an der Schranke vor dem Parkplatz der Helios-Klinik in Hüls. Er ist verärgert. Seit ein paar Wochen können Mitarbeiter ihr Auto nur noch auf den Klinik-Parkplatz stellen, wenn sie ein Ticket ziehen, sprich: wenn sie fürs Parken zahlen.

An der Straße Fette Henn stehen die Autos dicht an dicht

Doch das scheinen einige der Mitarbeiter nicht einzusehen. Um Kosten zu sparen, stellen viele ihre Wagen an der Straße Fette Henn ab statt auf dem Parkplatz des Krankenhauses. „Dabei darf in der verkehrsberuhigten Zone nur an einzelnen Stellen geparkt werden“, sagt Wieg, der an der Fette Henn zu Hause ist.

Doch daran hielten sich die Mitarbeiter nicht. Häufig stehen die Autos dicht an dicht, „Lkw, die etwas anliefern wollen, wissen gar nicht mehr wohin“, erklärt Wieg. Außerdem enstehe gegen 6, 13.30 und 21 Uhr eine enorme Unruhe, wenn im Krankenhaus der Schichtwechsel anstehe: „Die Anwohner sind extrem belastet“, bringt Wieg sein Anliegen auf den Punkt.

Politessen sollen an der Klinik verstärkt kontrollieren

Klaus-Dieter Ohlig vom Bürgerverein kennt das Problem: „An den Krankenhäusern ist es mittlerweile üblich, fürs Parken Geld zu nehmen. Das geht zu Lasten der Anwohner“, sagt er. Auf Anhieb habe er keine Lösung parat. „Vorstellbar ist aber, die Parkplätze an der Fette Henn ebenfalls zu bewirtschaften und eine Parkscheiben-Regelung einzuführen“, sagt er. Ohlig, der auch in der Bezirksvertretung sitzt, will das Parkchaos dort nun zum Thema machen.

Auch Bezirksvorsteher Philibert Reuters hat reagiert: „An der Fette Henn gab es immer schon ein Problem mit den Parkplätzen. Das hat sich nun verschärft“, sagt er. Die Politessen seien angewiesen, an der Straße in der nächsten Zeit verstärkt zu kontrollieren. Dass sich die Situation auf politischer Ebene lösen lässt, zieht er in Zweifel: „Überdenken ließe sich, ein Anwohnerparken einzuführen. Damit haben wir in Krefeld aber auch schlechte Erfahrungen gemacht.“ Dass verstärkt kontrolliert wird, bestätigt auch die Stadt: Zwischen dem 1. Januar und 5. Februar seien bereits 64 Verwarnungen ausgesprochen worden.

Die Helios-Klinik selbst bedauert es, dass die Anwohner Unannehmlichkeiten haben. Auf die aktuellen Beschwerden habe die Klinikgeschäftsführerin umgehend reagiert und die Mitarbeiter in Rundschreiben mehrfach auf die Problematik hingewiesen. „Die klinikeigenen Parkplätze verfügen über ausreichend Stellmöglichkeiten. Jeder Mitarbeiter kann sein Auto hier für eine monatliche Pauschale von 20 Euro abstellen“, erklärt Pressesprecherin Marina Dorsch. Am Krefelder Klinikum gelte diese Regelung bereits seit mehr als acht Jahren. „Darüber hinaus besteht für alle Autofahrer die Option, den großen öffentlichen Parkplatz am Hölschen Dyk zu nutzen.“

Dorsch weist zudem darauf hin, dass die Klinik die Parkplatzbewirtschaftung eingeführt habe, um ausreichend Parkplätze zur Verfügung stellen zu können.

Klaus Wieg kann das nachvollziehen, gelöst ist für ihn das Problem damit aber noch nicht. Er regt unter anderem an, die Straße noch stärker zu kontrollieren und deutlicher auf Geschwindigkeitsbegrenzung und Parkverbot aufmerksam zu machen – zum Beispiel durch Piktogramme auf dem Asphalt. .

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