Seit drei Jahren ruhen die Arbeiten an dem Bauernhof. Er ist einer der ältesten im Stadtgebiet.

Nach dem Kützhof an der Inrather Straße 751 ist der Kützhofweg benannt. Ein Architekt hat wegen der immer wieder neuen Überraschungen inzwischen den Auftrag abgegeben.
Nach dem Kützhof an der Inrather Straße 751 ist der Kützhofweg benannt. Ein Architekt hat wegen der immer wieder neuen Überraschungen inzwischen den Auftrag abgegeben.

Nach dem Kützhof an der Inrather Straße 751 ist der Kützhofweg benannt. Ein Architekt hat wegen der immer wieder neuen Überraschungen inzwischen den Auftrag abgegeben.

Andreas Bischof

Nach dem Kützhof an der Inrather Straße 751 ist der Kützhofweg benannt. Ein Architekt hat wegen der immer wieder neuen Überraschungen inzwischen den Auftrag abgegeben.

Inrath. Seit drei Jahren ist das Denkmal eine Baustelle, seit langem eine still liegende. Längst sollte der Kützhof an der Inrather Straße 751 ein funktionierendes landwirtschaftliches Gut mit Wohn- und Geschäftshaus sein. Im Inneren hat sich etwas getan, bestätigt Denkmalpfleger Gerhard Hanisch, von außen ist die Hofeinfahrt immer noch verbrettert: Stillstand.

Für die Sitzung der Bezirksvertretung Nord am Donnerstag hat die CDU einen Sachstandsbericht beantragt. Wahrscheinlich wird der Punkt verschoben. Hanisch: "Es gibt zurzeit nichts Neues." Dem Besitzer Peter Bauer ist jede Woche mehr Zeit recht. Er hofft, bis Ostern weiter zu sein. Er liegt mit der Landwirtschaftskammer im Clinch. Er will den Hof restaurieren und unter anderem für Rinderzucht nutzen. Bauer: "Das ist ein Gesamtkonzept, da greift ein Rädchen ins andere, alle Details müssen stimmen."

Durch den Umbau sollten Büros und Wohnungen entstehen

Dazu gehört, dass er als privilegierter Landwirt anerkannt wird. Seine rund 80 Rinder stehen manchmal auf den Kützhof-Wiesen, sind auch schon mal anderswo zu Gast. Vor zweieinhalb Jahren war eitel Sonnenschein an der Inrather Straße. Peter Bauer und seine Partnerin Silvia Möhringer hatten den ramponierten Hof mit seinen Ursprüngen im 16. Jahrhundert ein Jahr zuvor erworben und sich ans Sanieren gemacht.

Durch Umbau sollten Wohnräume, Büros, Geschäftsräume und Stallungen entstehen. Rinderzucht, Hofladen und Streichelzoo standen im Konzept. Die Denkmalpflege freute sich, dass die neuen Eigentümer viel Zeit für Untersuchungen zuließen und sagte Unterstützung zu.

Christoph Dautermann vom Museum Burg Linn entdeckte den Kützhof an der Inrather Terrassenkante als einen der ältesten Hofanlagen Krefelds. Architekt Stephan Kuller war optimistisch im Zeitplan, auch wenn fast täglich neue Überraschungen zutage traten. So wurden vier Gewölbekeller entdeckt, einer gar ohne Zugang. Auch eine Räucherkammer kam zum Vorschein.

Der Kützhof ist ein typisches niederrheinisches Hallenhaus mit Wohnung und Ställen unter einem Dach. Es ist in der Denkmalliste aufgenommen. Anfang des 19.Jahrhunderts wurde er umgebaut. Eine Holztreppe trägt das Datum 1829. Aus dieser Zeit stammt auch eine Kölner Decke.

Dann haben sich Peter Bauer und Silvia Möhringer getrennt. Der Architekt hat "hingeschmissen". Die Auseinandersetzungen kosten Zeit. Denkmalpfleger Hanisch war im Herbst noch einmal auf der Baustelle: "Das war soweit winterfest." Ihm ist der Kützhof ein besonders wichtiges Objekt, nicht nur wegen des in Krefeld seltenen Fachwerks.

Der Hof hatte in der Inrather Geschichte wohl eine wichtige Funktion. Immerhin ist ein Straße nach ihm benannt, der Kützhofweg. Das Hofgut gehört zu der an der Inrather Straße aufgefädelten Zeile. Die Äcker lagen auf der Höhe, die Weiden östlich im feuchten Bruch. Wie es weiter geht, ist unklar.

Eigentümer Peter Bauer, ein gebürtiger Allgäuer, der jetzt alleine verfügt, gibt nicht auf: "Rufen Sie mich in vier Wochen wieder an, dann bin ich weiter." Der Kran, den er vor drei Jahren gekauft hat, steht noch. Wenn er geölt wird, läuft er noch.

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