Die Orgel in St. Clemens ist reparaturbedürftig. Ein Neubau ist in Planung.

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Kantor Klaus-Peter Jamin ist Organist in St. Clemens.

Kantor Klaus-Peter Jamin ist Organist in St. Clemens.

Andreas Bischof

Kantor Klaus-Peter Jamin ist Organist in St. Clemens.

Fischeln. Königin der Instrumente heißt sie, die Orgel. Doch das erst 1975 für 200.000 DM in die alte "Dorfkirche" St. Clemens eingebaute Instrument weist erhebliche Mängel auf. Deshalb hat, nach Anhörung der Orgelsachverständigen des Bistums Aachen, der Kirchenvorstand von St. Clemens einen Neubau beschlossen. Auch an eine Umgestaltung des Kircheninnenraumes wird gedacht. Ein neu gegründeter Förderverein soll sich um die Finanzierung kümmern. Er lädt die Freunde der Orgel ein, sich mit Spenden an dem großen Werk zu beteiligen.

Die Register fallen oft aus, und die Lärmdämmung ist zerbröselt

Die Kosten für die Reparatur der erst 34 Jahre alten Orgel , die über 33 Register verfügt, werden auf fast 100.000 Euro geschätzt. Die seinerzeit verwendeten elektro-pneumatisch betätigten Register fallen oft aus, die Lärmdämmung aus Schaumstoff zerbröselte, und es gibt deutlichen Schimmelbefall. Letzterer ergibt sich aus dem jetzigen Standort links vom Hauptaltar, wo die Belüftung nicht ausreicht. Noch gravierender ist die Tatsache, dass damals mehr Wert auf hochklingende Register gelegt wurde als auf die eigentliche Aufgabe der Orgel: Die Begleitung des Gemeindegesangs und des Chores.

Geplant ist, die neue Orgel als rein mechanische Schleifladenorgel mit drei Manualen und 35 Registern zu bauen und sie im linken Querschiff aufzustellen, so Organist und Kirchenmusiker Klaus-Peter Jamin, der seit 2002 an St. Clemens tätig ist. Dafür müssen die erst 1975 errichteten Emporen abgebaut werden. Sie passen nach Ansicht von Denkmalpflegern nicht in die Kirche, und die zusätzlichen Plätze für Besucher sind nicht mehr nötig. Nach der Umgestaltung könnte der Sebastianus-Altar in den Chorraum zurückkehren.

Organist Jamin schätzt, dass ein neues Instrument etwa 600.000 bis 700.000 Euro kosten wird. Er verweist darauf, dass St. Clemens ab 2010 die Hauptpfarrkirche der neuen Kirchengemeinde Maria Frieden sein wird. Diese hat mehrere Chöre. In den anderen Gemeinden sind sie schon erheblich geschrumpft. Also wird St. Clemens in Zukunft wohl das kirchenmusikalische Zentrum bilden. "Die Gestaltung des Gottesdienstes und die Kirchenmusik muss uns auch in diesen Zeiten etwas wert sein", sagt Jamin.

Der neue Kirchenvorstand der zukünftigen Großgemeinde wird sich nun mit der Ausschreibung und der Auswahl eines geeigneten Orgelbauers befassen.

Klaus-Peter Jamin (51) war vor seiner Fischelner Zeit zehn Jahre Organist an Liebfrauen in Stadtmitte. Er leitet den Kirchenchor von Herz-Jesu Königshof.

Die zukünftige Großgemeinde Maria Frieden besteht ab Januar 2010 aus den Pfarren St. Clemens, Herz-Jesu Königshof, St. Bonifatius, St. Johann und St. Martin.

Ansprechpartner ist das Pfarrbüro, Clemensstraße 10. Ruf 301212, Fax 938776,

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