Die Damen des Singkreises haben morgen ihren großen Auftritt bei „Terminal der Stimmen“.

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Chorleiter Juri Dadiani (r.) hat seine Damen mit viel Humor im Griff.

Chorleiter Juri Dadiani (r.) hat seine Damen mit viel Humor im Griff.

Andreas Bischof

Chorleiter Juri Dadiani (r.) hat seine Damen mit viel Humor im Griff.

Krefeld-Fischeln. Wer zuletzt dienstagabends um die Fischelner Clemenskirche herumging, hörte bereits die Töne aus dem nördlich gelegenen Clemenshaus. Im Obergeschoss probten die 48 Damen des Fischelner Singkreises fleißig für den großen Auftritt: Am Sonntag singen sie im Flughafen Düsseldorf neben vielen Chören, Gotthilf Fischer und anderen Stars als Interpreten bei "TonArt 2 - Das Terminal der Stimmen".

Von "New York, New York" bis zu "Ein Likörchen für das Frauenchörchen"

Dieses öffentliche Singen, gefördert vom Familienministerium und dem Chorverband NRW, wurde im vergangenen Jahr erfunden. Aufgrund des großen Erfolges gibt es nun eine Neuauflage. "Ich hatte davon in einer Fachzeitschrift gelesen", sagt Sopran Brigitte Winkelmann. "Und dann habe ich meinen Mitsängerinnen vorgeschlagen, dass wir auch mitmachen." Schnell waren die Damen sich einig und gaben ihren Liedern noch den letzten Schliff. Sie singen in vier Stimmlagen: Erster und Zweiter Sopran, Erster und Zweiter Alt.

Um aber von "Tiritomba" oder "Über den Wolken" singen zu können, braucht es natürlich einen Chorleiter. Diese Aufgabe erfüllt seit 2006 mit Charme und Liebe zur Sache der Kapellmeister und Musikdirektor Juri Dadiani. Der gebürtige Georgier ist den Damen nicht nur Pianist und Dirigent, sondern auch aller Schwarm. "Ohne ihn wären wir vielleicht gar nicht mehr alle dabei", flüstern seine Schützlinge vernehmlich und ernten dafür ein herzliches Lächeln.

Juri Dadiani hat seine Damen mit viel Humor im Griff - Harmonie liegt hier in Musik und Atmosphäre zugleich. In der Probe spielt er noch mal auf, und die Töne schweben nach "New York, New York" oder prosten sich zu mit "Ein Likörchen für das Frauenchörchen".

Heiter und amüsant geht es zu: Wenn eine Sängerin mal fehlen muss, hat sie einen ernsthaften Grund. Schwänzen kommt bei den Damen vom Singkreis nicht vor. Ihre Zahl hat sich vom Gründungsjahr 1998 bis heute vervierfacht.

Am Sonntag, 7.11., verwandelt sich der Flughafen Düsseldorf in ein "Terminal der Stimmen". Gotthilf Fischer kommt mit 30 Chören und 1.100 Sängern, darunter zahlreiche preisgekrönte Ensembles. Von 10 bis 19 Uhr geht es mit Gospel, Shantys und Sakral-Musik quer durch alle Genres. Der Eintritt ist frei. Neben Fischer sind die Flying Pickets, 6-Zylinder, Detlef Jöcker und das holländische Supertalent 2010, Martin Hurkens, dabei. Die Fischelner Damen treten um 10.20 und 11.25 Uhr auf.

Kati Ehrich ist von Anfang an Vereinsvorsitzende und fasst zusammen: "Wir sind Laien, die einfach gerne singen." Jetzt freuen sie und ihre Mitstreiterinnen sich auf den Auftritt und sind gespannt auf die Akustik in der großen Halle am Flughafen.

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