Die Musiker des Ensembles Visconari machen auch Weihnachtslieder zum Blues: Je schräger, desto besser.

Fischeln
Das Ensemble Visconari (v.l.): Andreas Stiller, Monika Lüttgen, Thomas Kleine, Jutta Brand, Herbert Hannen, Ruth Straßburger und Claudia Buckholz.

Das Ensemble Visconari (v.l.): Andreas Stiller, Monika Lüttgen, Thomas Kleine, Jutta Brand, Herbert Hannen, Ruth Straßburger und Claudia Buckholz.

abi

Das Ensemble Visconari (v.l.): Andreas Stiller, Monika Lüttgen, Thomas Kleine, Jutta Brand, Herbert Hannen, Ruth Straßburger und Claudia Buckholz.

Krefeld. Schon auf dem Parkplatz hört und sieht man sie: Im Pfarrhaus der Markuskirche Fischeln probt die Bläsergruppe Visconari. Die Instrumente blitzen durch die Fenster im Licht, die Töne dringen ganz leise nach draußen. Es sind vorwiegend weihnachtliche Klänge, denn Visconari stimmt sich auf einen Auftritt beim Tannenmarkt in Fischeln ein.

Die neunköpfige Band probt immer montags in der Markuskirche

Sieben Musiker sind zusammengekommen: Drei Flöten, zwei Saxofone, eine Klarinette und ein Bass. Zwei fehlen, sie tragen eigentlich zum Rhythmus bei. Und der ist flott. Bei „Maria durch ein Dornwald ging“ klingt ein Bossa Nova durch; das Lied „Es kommt ein Schiff geladen“ wurde zum Blues. „Schräg ist gut“, sagt dann auch Herbert Hannen.

Er hat die Gruppe vor zwei Jahren ins Leben gerufen. Im September dieses Jahres kamen Bass, Keybord und Schlagzeug dazu, damit wurde aus der Bläsergruppe eine sogenannte Symphonic-Pop-Band. „Den Musikern macht das Spaß“, sagt Hannen. „Und es klingt super.“

In der Tat, schon bei der Probe swingt „Tochter Zion“ von Händel lässig aus und „Dream a little dream“ lädt zum Mitsummen oder sogar Mitsingen ein. Aus Humperdincks Oper „Hänsel und Gretel“ spielen die Musiker „Abends, wenn ich schlafen geh“ als Blues – das Ensemble geht neue Wege.

Damit jedes Instrument seine Stimme hat, müssen alle Stücke bearbeitet werden. Die Arrangements übernehmen Herbert Hannen und Ruth Straßburger. Beide sind auch Lehrer an der Fischelner Bläserschule. Hannen spielt das Saxofon, Straßburger die Klarinette. Für das Bearbeiten der Stücke brauchen sie rund drei Wochen – das Einstudieren kann bis zu zwei Monate dauern. „Wir üben die Stücke zu Hause“, sagt Straßburger. „Bei den Proben geht es um den Klang aller Stimmen.“

Das Ensemble Visconari spielt am Sonntag, 15. Dezember, auf dem Tannenmarkt in Fischeln. Weitere Informationen gibt es auch unter Telefon 02151/5 04 94 17.

Beim Abendlied zum Beispiel muss die Lautstärke noch abgestimmt werden: „Wir müssen leiser anfangen, damit das Crescendo besser zur Wirkung kommt“, sagt Ruth Straßburger.

Dass die Musikauffassung von Visconari sehr gut gefällt, wird an vielen Anfragen deutlich. „Wir werden bei jedem Auftritt nach neuen Terminen gefragt“, sagt Hennen. Das Konzert am 15. Dezember ist für einen guten Zweck bestimmt: Visconari möchte mit Spenden eine Delfintherapie für ein Fischelner Kind unterstützen. Das Ensemble ist in Fischeln gut verankert, die Musiker kommen aber auch aus Ratingen oder Meerbusch. Sie proben jeden zweiten Montag im Gemeindesaal der Markuskirche und würden sich über weitere Musiker freuen.

Vor allem gesucht werden: Keybord, Klarinette, Percussion und Saxofon.

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