Dezernent Martin Linne will Umgehungsstraße und Bebauung östlich der K-Bahn.

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Die CDU möchte zur Anbindung des neuen Wohngebietes eine Südwest-Umgehung, die nach Norden bis zum Mühlenfeld fortgesetzt wird. Östlich der Kölner Straße (B9) wird über eine Wohnbebauung am Friedhof und östlich der K-Bahn nachgedacht. Fotobearbeitung: Dirk Jochmann

Die CDU möchte zur Anbindung des neuen Wohngebietes eine Südwest-Umgehung, die nach Norden bis zum Mühlenfeld fortgesetzt wird. Östlich der Kölner Straße (B9) wird über eine Wohnbebauung am Friedhof und östlich der K-Bahn nachgedacht. Fotobearbeitung: Dirk Jochmann

Er setzt Akzente: Dezernent Martin Linne.

Jochmann, Dirk (dj), Bild 1 von 2

Die CDU möchte zur Anbindung des neuen Wohngebietes eine Südwest-Umgehung, die nach Norden bis zum Mühlenfeld fortgesetzt wird. Östlich der Kölner Straße (B9) wird über eine Wohnbebauung am Friedhof und östlich der K-Bahn nachgedacht. Fotobearbeitung: Dirk Jochmann

Krefeld. Martin Linne macht Druck. „Ich möchte, dass wir mit dem Flächennutzungsplan endlich vorwärtskommen. In diesem Jahr muss es mit der Offenlage des Entwurfs klappen, 2013 folgt der Satzungsbeschluss“, skizziert Krefelds neuer Planungsdezernent seine Vorstellungen.

Gut vier Monate ist der Beigeordnete inzwischen im Amt. Dass die Verwaltung mit einem Flächennutzungsplan (FNP) arbeiten muss, der 35 Jahre alt ist, stört ihn gewaltig. „Wegen jeder Änderung müssen wir die Bezirksregierung fragen. Das dauert einfach zu lange.“

Überschwappeffekt aus Düsseldorf nutzen

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Die CDU möchte zur Anbindung des neuen Wohngebietes eine Südwest-Umgehung, die nach Norden bis zum Mühlenfeld fortgesetzt wird. Östlich der Kölner Straße (B9) wird über eine Wohnbebauung am Friedhof und östlich der K-Bahn nachgedacht. Fotobearbeitung: Dirk Jochmann

Die CDU möchte zur Anbindung des neuen Wohngebietes eine Südwest-Umgehung, die nach Norden bis zum Mühlenfeld fortgesetzt wird. Östlich der Kölner Straße (B9) wird über eine Wohnbebauung am Friedhof und östlich der K-Bahn nachgedacht. Fotobearbeitung: Dirk Jochmann

Er setzt Akzente: Dezernent Martin Linne.

Dirk Jochmann, Bild 1 von 2

Er setzt Akzente: Dezernent Martin Linne.

Linne beschränkt sich allerdings nicht darauf, das Verfahren zu forcieren. Er setzt auch inhaltlich Akzente. „Ich halte es für sinnvoll, dass die geplante Südwest-Umgehung in Fischeln nördlich der Anrather Straße fortgesetzt wird“, so Linne. Damit spricht er sich gegen die SPD-Variante aus.

Und er geht noch weiter: „Wir sollten uns die Option, östlich der K-Bahn und westlich der Oberbruchstraße Wohngebiete zu planen, erhalten“, sagt Linne. Zur Begründung verweist er auf den Überschwappeffekt aus Düsseldorf. Die Landeshauptstadt wächst stark, hier entstehen Arbeitsplätze, aber Wohnungen fehlen. „Wenn Krefeld das Schrumpfen verhindern will, sollten wir die Chance nutzen, die uns die Flächen entlang der K-Bahn bieten.“

Laut Linne möchte auch die Bezirksregierung diesen Weg gehen. Rund um Düsseldorf sollen demnach vorrangig Flächen bebaut werden, die bereits über eine gute Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr verfügen. Dies sei mit der Schnellbahn zwischen Krefeld und Düsseldorf (U76/U70) gegeben. „Unser Ziel sind Wohngebiete, in denen vierköpfige Haushalte mit einem Auto auskommen“, so Linne.

„Ich halte Wohngebiete östlich der K-Bahn für eine kluge Option.“
Jürgen Wettingfeld, Planungsexperte der CDU

Südwest Das Baugebiet im Südwesten Fischelns umfasst 23 Hektar. Im Grundsatz sind alle Parteien dafür.

Friedhof Die Ausgleichsflächen rund um den Friedhof werden wegen des Trends zur Urnenbestattung nicht mehr gebraucht. Etwa elf Hektar stehen als Bauareal zur Verfügung. Auch diese Planung stößt in allen Parteien auf Zustimmung.

Östlich der K-Bahn Heftig umstritten ist es dagegen, das Gelände östlich der K-Bahn und westlich der Oberbruchstraße zu bebauen. Es geht um 24,3 Hektar. Während die Flächen Südwest/Friedhof mehrheitlich der Stadt gehören, sind es östlich der K-Bahn lediglich 20 Prozent.
 

Jürgen Wettingfeld, Planungsexperte der CDU, steht voll hinter Linne. „Die Südwest-Umgehung muss nördlich der Anrather Straße fortgeführt werden, damit die Autofahrer ohne Umwege in die Innenstadt kommen.“ Außerdem sei nur bei dieser Variante mit einem Landeszuschuss von 80 Prozent zu rechnen. Wohngebiete östlich der K-Bahn auszuweisen, hält Wettingfeld mit Blick auf das expandierende Düsseldorf für „eine kluge Option“.

Grüne diskutieren kontrovers über die Südwest-Umgehung

Zustimmung signalisieren auch die Grünen. „Die Möglichkeit, entlang der K-Bahn Wohnungen zu errichten, sollten wir uns nicht verbauen“, sagt der planungspolitische Sprecher Rolf Rundmund. Die Verlängerung der Südwest-Umgehung nach Norden stößt bei den Grünen dagegen auf Widerstand. „Das Thema wird bei uns kontrovers diskutiert“, räumt Rundmund ein. „Eine Mehrheit ist dagegen.“

Ein klares Nein kommt von Doris Nottebohm, SPD-Ratsfrau und Bezirksvorsteherin in Fischeln. Sie hält eine Bebauung östlich der K-Bahn für überflüssig, weil es genügend neue Wohngebiete gebe. Die Südwest-Umgehung über die Anrather Straße hinaus zu bauen, lehnt sie ab, weil eine Erschließung des Wohngebietes ausreichend sei.

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