Überarbeitete Pläne für Gelände an der Ritterstraße heute in der Bezirksvertretung.

Krefeld. Mit einem Jahr Verzögerung könnte der geplante Gebäudekomplex am Südausgang des Hauptbahnhofs nun Wirklichkeit werden. Im Frühsommer 2008 hatte der Planungsausschuss die Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans stoppen müssen. Das Vergaberecht schrieb vor, das Projekt europaweit auszuschreiben. Der bereits geschlossene städtebauliche Vertrag zwischen Investor und Kommune lag seitdem auf Eis.

Stimmt der Bundesrat morgen der Lockerung öffentlicher Vergaberegeln zu, bedeutet dies eine neue Chance für das Krefelder Projekt. Denn noch ist die Terrana Bauprojekt GmbH Rheinbach im Boot, um der Brachfläche einen städtebaulichen Impuls zu geben. Dafür will die Gesellschaft rund 15 Millionen Euro in die Hand nehmen. Die von Gestaltungsbeirat, Politikern und Bürgern geäußerte Kritik an Fassade und Verkehrsanbindung ist in der Zwischenzeit in die Pläne eingeflossen. In der Sitzung der Bezirksvertretung Süd am Donnerstag in der Fabrik Heeder wird der Architekt die überarbeiteten Entwürfe vorstellen.

Hinter der viergeschossigen Glasfassade sind über einem Rewe- und Penny-Markt kleine Ladenlokale unter den Arkaden Richtung Ritterstraße sowie Büros auf 3500 Quadratmetern geplant. Während die Verträge mit dem Nahversorger bereits unter Dach und Fach sind, ist man mit Mietern für Einzelhandels- und Büroflächen noch im Gespräch, so der Investor. Empfiehlt die BZV Süd heute das Verfahren fortzusetzen, könnte der Planungsausschuss im März und der Rat bereits im April über den Satzungsbeschluss abstimmen.

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