90 Jahre Helmut Machost – Einblicke in ein bewegtes Leben.

Ein Krefelder Urgestein und verdienter Bürger: Helmut Machost
Ein Krefelder Urgestein und verdienter Bürger: Helmut Machost

Ein Krefelder Urgestein und verdienter Bürger: Helmut Machost

Dirk Jochmann

Ein Krefelder Urgestein und verdienter Bürger: Helmut Machost

Krefeld-Königshof. „Man gönnt sich ja sonst nichts“ steht auf der Tür eines schmucken Reihenhauses auf dem Braunsweg, wo Helmut Machost mit seiner Frau Uschi seit 1972 lebt. Der im Februar 1921 auf der kleinen Wollstraße in der Nähe des Friedrichsplatzes geborene Machost hat vor einigen Tagen sein 90. Lebensjahr vollendet. Und das in voller geistiger und relativ guter körperlicher Verfassung.

Die Krefelder kennen ihn aus mehreren Lebensphasen, einmal als freundlichen Schutzpolizisten, dann als Ratsherrn der Stadt und auch als Karnevalisten. Helmut ist das älteste von elf Kindern und ist gelernter Schriftsetzer.

Sein größtes Talent hat Machost durch einen Zufall entdeckt

Kurz vor Beginn des Zweiten Weltkrieges hat er sich freiwillig gemeldet, um zur Luftwaffe zu gehen. Den Krieg erlebte er im hohen Norden, im August 1945 kam er nach Hause. Doch eine Arbeit in seinem erlernten Beruf fand er nicht, alle Krefelder Druckereien waren zerstört. Also nahm er einen Aushilfsjob als Briefträger an.

Später bekam er eine Anstellung „als Aushilfsangestellter der Krefelder Polizei“. Das war seine Berufung, jetzt konnte sich sein Talent entfalten. Er hatte schon immer gern den Kontakt zu Menschen gepflegt und wurde schnell ein echter „Freund und Helfer“.

Machost wohnte lange in der neuen Gartenstadt, gründete dort den Bürgerverein und übernahm viele Jahre lang dessen Vorsitz. Sein Beruf und sein Bruder Albert, der hohe Ämter bei der Krefelder Prinzengarde innehatte, brachten ihn in Kontakt zum Karneval.

Vor zwanzig Jahren, im Jahr 1991, wurde Machost Karnevalsprinz und regierte mit seiner Frau als Helmut III. und Uschi II. Da hatte er seine „Karriere“ als Ratsmitglied der SPD schon einige Jahre hinter sich.

Diese Zeit von 1961 bis 1969 hat Helmut Machost in bester Erinnerung, aus dieser Zeit hat er noch viele Freunde. Denn er blickte stets über den parteipolitischen Tellerrand und suchte mit Gleichgesinnten aller Fraktionen nach dem Machbaren.

Der Umgang mit anderen Menschen als Lebenselexier

„Ich hatte immer gern mit Menschen zu tun, das war mein Lebenselixier“, sagt Machost. Kein Wunder, dass er nach dem Umzug zum Königshof auch dort wieder im Bürgerverein mitmachte, jahrzehntelang die Polizei-Pensionäre betreute und zahlreiche Ehrentitel verschiedener Karnevalsvereine besitzt.

Dass er das Bundesverdienstkreuz, die Ratsehrenplakette und die Ehrenplakette der Internationalen Polizei-Assoziation bekam, freut ihn. Doch wichtiger ist Machost die menschliche Verbundenheit zu vielen „Ehemaligen“. Und wer das Glück hatte und immer noch hat, Helmut Machost zu erleben, der spürt, welche Freude und Zufriedenheit ihm der menschliche Kontakt gibt.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer