Die geplante Sanierung der Kölner Straße soll auf die Bürgerwünsche abgestimmt werden.

11 000 Fahrzeuge am Tag haben auf der Kölner Straße deutliche Spuren hinterlassen.  Archiv
11 000 Fahrzeuge am Tag haben auf der Kölner Straße deutliche Spuren hinterlassen. Archiv

11 000 Fahrzeuge am Tag haben auf der Kölner Straße deutliche Spuren hinterlassen. Archiv

Andreas Bischof

11 000 Fahrzeuge am Tag haben auf der Kölner Straße deutliche Spuren hinterlassen. Archiv

Krefeld. Die Fischelner geben nicht auf, sondern versuchen mit Macht, auf die Planung der Kölner Straße Einfluss zu nehmen. Diesem Ziel dient auch der jüngste Antrag der CDU, den Benedikt Lichtenberg formulierte und der von den Kollegen in der Bezirksvertretung am Dienstagabend nahezu einstimmig angenommen wurde. Die Stadtwerke als Betreiber des Öffentlichen Personennahverkehrs, städtische Tiefbauer, Politiker und Vertreter Fischelner Vereine wie Bürgerverein, Werbering und Schützen sollen am Runden Tisch die Sanierung der Kölner Straße unter die Lupe nehmen und diskutieren.

„Was wollen die Bürger?“ Als Frage formuliert Ina Spanier-Oppermann (SPD), woran sich die Runde orientieren sollte. Außerdem müsse vorausschauend geplant werden. Man dürfe den 500 000 Euro im Haushaltsplan für 2016 nicht alles unterordnen.

Unklar ist in den Augen vieler Fischelner nicht nur, wie die Verkehrsführung mit Abbiegemöglichkeiten, Parkplatzzufahrten und Einbahnstraßenregelung künftig sein wird. Wichtig ist vielen außerdem, dass nicht nur die Straße, sondern auch die Bürgersteige saniert werden. Allerorten gebe es Stolperfallen, nicht nur für Senioren mit Rollatoren.

Anrather Straße: Sanierung verschoben

Nicht unumstritten ist auch der Vorschlag der Verwaltung, die Anrather Straße in diesem Sommer nicht wie noch im Januar von den Bezirksvertretern beschlossen zwischen Marien- und Rosenstraße zu sanieren, sondern auf dem Teilstück von Breuershofstraße bis Krützboomweg die Deck und Binderschicht zu erneuern. Nach „nochmaliger technischer Analyse“ habe man entschieden, diesen Abschnitt vorzuziehen. 230 000 Euro wird das kosten. Die Realisierung hängt davon ab, dass der Bauausschuss in seiner Sitzung am 23. Juni der Änderung zustimmt – und die Politiker im Rat den Haushaltsentwurf zeitnah genehmigen.

Schiedsamt: Aus zwei Bezirken wird einer

Schiedsleute haben im Zusammenleben eine wichtige Funktion: In strafrechtlichen und privatrechtlichen Auseinandersetzungen versuchen sie, zwischen den Kontrahenten zu vermitteln und eine Lösung zu finden.

Anders als in den übrigen Stadtteilen Krefelds haben sich bisher zwei Schiedspersonen um Fischeln (Karl Reichenberg) beziehungsweise um Königshof und Stahldorf (Hans Bruns) gekümmert. Dem Tod von Bruns folgt nun die Zusammenlegung der Schiedsbezirke. Karl Reichenberg wird sich künftig um beide kümmern. Früher ging es in 80 Prozent der Fälle um Strafrechtliches wie Beleidigung oder Körperverletzung, der Rest fiel unter das Zivilrecht, wie die klassischen Nachbarschaftstreitigkeiten.

„Vor allem im Frühjahr, wenn im Garten alles sprießt“. Das habe sich gedreht, sagt Reichenberg. Er hält die Zusammenlegung für machbar, auch wenn sich das Gebiet „zwischen Gath und Grundend“ ausdehne. Die Fallzahlen seien zurückgegangen. Mit etwa zehn bis zwölf Schiedsverfahren müsse man im Jahr rechnen. Oft helfe es schon, wenn die Streithähne direkt miteinander redeten.

Nur noch bis Oktober dieses Jahres wird Karl Reichenberg die Aufgabe übernehmen, einen Kompromiss zwischen Widersachern zu finden. Dann endet seine Amtszeit – nach mehr als 30 Jahren.

Wer Interesse an diesem Ehrenamt und juristische Kenntnisse hat, kann sich bei der Stadtverwaltung melden. m.van.den.bergh@krefeld.de

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