Die BZV berät über Neubau an der Erkelenzer Straße.

Krefeld-Fischeln. Der renovierte Ratssaal, eine neue Stadtfahne, die Umwidmung der B 9 und ein Neubau an der Erkelenzer Straße stehen im Mittelpunkt der zweiten Sitzung der Bezirksvertretung (BZV) Fischeln. Der letzte Punkt sorgt für eine aufgeheizte Stimmung quer durch alle Fraktionen. Durch einen FDP-Antrag ist das Projekt erst in den öffentlichen Teil der Sitzung gelangt. Ursprünglich sollte es hinter verschlossenen Türen verhandelt werden.

Das an sich unspektakuläre Vorhaben soll zwischen den Hausnummern 59 und 69 der Erkelenzer Straße als dreigeschossiges Gebäude mit sieben Wohnungen errichtet werden. Die Baugenehmigung dafür ist bereits erteilt. Das teilen Kai-Uwe Roosen und Kathrin Frank vom städtischen Fachbereich Bauaufsicht mit. Die Kritik der Bezirksvertreter richtet sich sowohl gegen das Projekt als auch gegen das Verfahren. "Unzulässige Verdichtung der Bebauung" wird bemängelt.

Haus schließt keine "Baulücke", sondern nimmt Bewohnern das Grün

Das Haus schließe keineswegs eine "Baulücke" sondern nehme den Bewohnern der rund 40 Jahre alten Siedlung im Westen Fischelns dringend notwendiges Grün. Zudem nehme es den heutigen Nutzern Sicht und Licht, Balkone grenzten an Balkone.

Als "skandalös" bezeichnen die Bezirksvertreter die Information ihres Gremiums durch die Verwaltung. Auch Roosens Hinweis auf gesetzlich vorgegebene Fristen für die Erteilung einer Baugenehmigung beruhigt nicht. Vorsteherin Doris Nottebohm will versuchen, über den Planungsausschuss "Schlimmeres zu verhindern". Mathias Schütze vom Bürgerservice schlägt vor, "über den Informationsfluss generell nachzudenken, schon um der Wiederholungsgefahr vorzubeugen".

Verärgert haben die Mitglieder der Bezirksvertretung Fischeln eine Meldung des Bürgerservice zur Kenntnis genommen. Demnach werde sich die Umwidmung der B9, also der Kölner Straße, im Verkehrsministerium noch bis zum Jahresende hinziehen. Sowohl CDU als auch SPD wollen nun über ihre Landtagsabgeordneten Druck ausüben. Einstimmig angenommen wurde der SPD-Antrag, die Verwaltung damit zu beauftragen, die Kölner Straße für den überörtlichen Verkehr zu sperren, sobald die Umwidmung erfolgt sei. 

Einstimmigkeit schließlich bei der Einsetzung eines Festausschusses, der die Feierlichkeiten zum 100. Jahrestag des Rathauses am 1. August vorbereiten soll. Beifall auch für den Wunsch von Doris Nottbohm, bis dahin eine neue Stadtfahne für den Rathaussaal zu erhalten. et

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