Der Förderverein will mit dem Plan die beiden Teile der Anlage verbinden.

An dieser Stelle am Rande des Fischelner Stadtparks am Mühlenfeld (oben) könnte die Brücke beginnen. Die Drehbrücke behindert die Entwicklung des Hafens.
An dieser Stelle am Rande des Fischelner Stadtparks am Mühlenfeld (oben) könnte die Brücke beginnen. Die Drehbrücke behindert die Entwicklung des Hafens.

An dieser Stelle am Rande des Fischelner Stadtparks am Mühlenfeld (oben) könnte die Brücke beginnen. Die Drehbrücke behindert die Entwicklung des Hafens.

An dieser Stelle am Rande des Fischelner Stadtparks am Mühlenfeld (oben) könnte die Brücke beginnen. Die Drehbrücke behindert die Entwicklung des Hafens.

Andreas Bischof, Archiv, Bild 1 von 2

An dieser Stelle am Rande des Fischelner Stadtparks am Mühlenfeld (oben) könnte die Brücke beginnen. Die Drehbrücke behindert die Entwicklung des Hafens.

Fischeln/Uerdingen. Es klingt wie ein Hirngespinst, das erst auf den zweiten Blick real klingt: Die Freunde und Förderer des Stadtpark Fischeln wollen die Drehbrücke aus dem Uerdinger Hafen in den Stadtpark Fischeln verfrachten. Bei der jüngsten Mitgliederversammlung haben rund 30 Anwesende dieses Vorhaben ernsthaft diskutiert, obwohl es gar nicht auf der offiziellen Tagesordnung stand.

"Hintergrund der Überlegung ist, die beiden Teile des Stadtparks miteinander zu verbinden. Viele Besucher des Parks wissen gar nicht, dass es hinter dem Mühlenfeld weiter geht", erklärt Planungsdezernent Thomas Visser, der Beisitzer im Verein ist. Vor allem das Schlungs Kull und das Freibad Neptun versperren den Blick.

Zeitgleich zu den Überlegungen im Vorstand kam die Tatsache, dass eine Lösung der historischen Drehbrücke im Uerdinger Hafen gefunden werden muss. Sie behindert die Entwicklung des Hafens, kann den zunehmenden Verkehr nicht aufnehmen und versperrt die Einfahrt für Schiffe in das Hafenbecken.

Eine Brücke neu zu bauen wäre nur geringfügig günstiger

Das größte Hindernis dieser charmanten Idee ist jedoch die Finanzierung. Das wissen die Mitglieder des Fördervereins sehr genau. Visser geht grob geschätzt von zweieinhalb bis drei Millionen Euro aus. "Bei 120 Mitgliedern und einem Jahresbeitrag von 60Euro kann der Verein das alleine natürlich nicht stemmen", sagt der Dezernent. Ohne einen oder mehrere Großspender bleibt das Vorhaben eine Utopie, hieß es auf der Mitgliederversammlung.

Nur geringfügig günstiger wäre es jedoch, eine neue Brücke im Stadtpark Fischeln zu bauen. "Studenten der Technischen Hochschule haben vor drei Jahren in einem Ideenwettbewerb Konzepte entworfen. Sie gingen grob von bis zu drei Millionen Euro Kosten aus", erinnert der Vorstandsbeisitzer.

Technisch wäre die Umsetzung jedoch nach ersten Erkenntnissen möglich. Die denkmalgeschützte Technik im Pfeiler der Brücke kann ausgebaut und an anderer Stelle wieder aufgebaut werden. Erste Gespräche mit der Hafengesellschaft hat der Vorsitzende des Fördervereins, Bernd Scheelen, bereits geführt. Spannweite und Tiefe der Drehbrücke, die 1905 im Jugendstil erbaut worden ist, würden sogar sehr gut passen, um die Schlungs Kull zu überspannen.

Weniger spektakulär verliefen die anderen Tagesordnungspunkte. Wiedergewählt wurde der gesamte Vorstand, zu dem neben Bernd Scheelen auch Stellvertreter Heinz Hambloch und Schatzmeister Werner Grams gehören.

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