Zwölf Mitglieder der Gemeinschaft Krefelder Künstler stellen in der Herz-Jesu- Kirche ihre Bilder aus.

Königshof
Pfarrer Josef Berger, Organisatorin Barbara Beier und Schirmherr Weihbischof Johannes Bündgens (v.l.) in den Räumen der Ausstellung.

Pfarrer Josef Berger, Organisatorin Barbara Beier und Schirmherr Weihbischof Johannes Bündgens (v.l.) in den Räumen der Ausstellung.

Andreas Bischof

Pfarrer Josef Berger, Organisatorin Barbara Beier und Schirmherr Weihbischof Johannes Bündgens (v.l.) in den Räumen der Ausstellung.

Krefeld-Königshof. Das Kreuz ist das Symbol des Christentums, und seit 2000 Jahren bedenken die Menschen seine Bedeutung, diskutieren kontrovers, versenken sich in die Betrachtung und müssen sich Anfeindungen und Übergriffe gefallen lassen.

Zu einer Auseinandersetzung mit dem Kreuz auf mehreren Ebenen lädt nun die Herz-Jesu- Gemeinde Königshof in ihre Kirche in der Kneinstraße ein. Ihr Projekt trägt den Namen „Das Kreuz der Christen“.

Barbara Beier hat die Ausstellung organisiert

Zum Auftakt wurde im Kirchenschiff eine Ausstellung zum Thema eröffnet. Zwölf Kunstwerke von Krefelder und niederrheinischen Künstlern suchen die Antwort auf die Frage: „Hat das Kreuz für mich persönlich noch irgendeine Bedeutung?“ und „Ist ein Kreuz nur ein Zeichen für den Glauben oder hat es mehr eine kulturelle Bedeutung?“ Das war jedenfalls die Überlegung zu dem Projekt.

Barbara Beier hat die Ausstellung organisiert. „Das Kreuz soll aus unseren Schulen und Amtsräumen verschwinden“, sagt Beier, „deswegen wollen wir uns hier damit beschäftigen.“

Das haben die Künstler schon getan: Zumeist sind ihre Arbeiten abstrakt und erfüllen so genau ihre Aufgabe. Meditation oder Versenkung, Auseinandersetzung oder Konflikt, alles ist beim Betrachter möglich.

Die Schaffenden gehören der Gemeinschaft Krefelder Künstler an

Gezeigt werden Bilder von zwölf Künstlern zum Thema Kreuz.
 

Die Ausstellung ist in der Herz-Jesu-Kirche an der Kneinstraße 64 zu sehen.
 

Geöffnet ist sie vom 15. Januar bis zum 18. Februar, samstags von 15 bis 18.30 Uhr, sonntags von 11 bis 13 Uhr, freitags von 17 bis 19 Uhr und dienstags nach der 9-Uhr-Messe für etwa 90 Minuten.
 

Am 26. Januar, ist die Ausstellung von 18 bis 20 Uhr geöffnet und am 18. Februar, von 15 bis 17 Uhr.
 

Die Schaffenden gehören zur Gemeinschaft Krefelder Künstler, die je unterschiedlichen Arbeiten geben dem Betrachter auch ganz unterschiedliche Ansatzpunkte.

Anne Kurth etwa befasst sich mit der Auferstehung und zeichnet einen durchscheinenden Engel über die Grabeshöhle. Krehl reduziert seine Arbeiten wie einst Beuys auf erdfarbenes Papier, das er collagiert; und ein dritter Künstler setzt sein Kreuz aus gleichmäßigen rotbraunen Quadraten zusammen. Wieder ein anderer zeichnet zwei ganz unterschiedliche Kreuze in Kohle auf ein Blatt – weiter sind Peter Heeser und der verstorbene Matthey mit Arbeiten vertreten. Wer sich damit beschäftigen mag, kann das noch in den kommenden fünf Wochen tun.

Religionsfreiheit bedeutet auch, sich zum Kreuz zu bekennen

Pfarrer Josef Berger und Weihbischof Johannes Bündgens aus Aachen führten vor einem großen Publikum in die Ausstellung ein. Bündgens betonte, dass Religionsfreiheit eben auch bedeute, sich jederzeit zum Kreuz als Symbol für das Christentum bekennen zu können.

Anschaulich schilderte ein Gedicht aus Pakistan, dass die Christen dort das Kreuz nur verborgen bei sich tragen könnten: „The cross in the pocket“. In Herz-Jesu können die Menschen sich mit ihren Erinnerungen, ihren Assoziationen, ihren Idee und der Atmosphäre im Raum auseinandersetzen.

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