Im Liedergarten Toni können schon die ganz Kleinen singen und tanzen. Fünf Gruppen treffen sich dazu im Clemenshaus.

Singen, fühlen, toben und am Ende gibt’s das große Kuscheln mit den Eltern. Das Spiel mit den Organzatüchern ist ein Ritual im Liedergarten.
Singen, fühlen, toben und am Ende gibt’s das große Kuscheln mit den Eltern. Das Spiel mit den Organzatüchern ist ein Ritual im Liedergarten.

Singen, fühlen, toben und am Ende gibt’s das große Kuscheln mit den Eltern. Das Spiel mit den Organzatüchern ist ein Ritual im Liedergarten.

D. Jochmann

Singen, fühlen, toben und am Ende gibt’s das große Kuscheln mit den Eltern. Das Spiel mit den Organzatüchern ist ein Ritual im Liedergarten.

Krefeld. Kindergetrampel ist bereits auf der Treppe zu hören. Es dauert nicht lange, da stürmen auch schon die ersten durch die Tür in den Musiksaal des Pfarrheims St.Clemens in Fischeln. Ein paar Schritte dahinter folgen die Mütter. Insgesamt zehn Eltern-Kind-Paare singen, tanzen und musizieren zusammen. Sie haben es sich auf der Decke am Boden bequem gemacht und hocken in einem Kreis. Manche der Kleinen sitzen ruhig zwischen den Beinen ihrer Mütter, andere krabbeln in der Mitte der Decke herum.

Kursleiterin Ina Grießer stimmt das Begrüßungslied an: "Hallo, Guten Tag, wir fangen jetzt an". Eltern wie Kinder singen mit. Der Reihe nach wird jedes Kind mit Namen begrüßt und mit einer Handbewegung verknüpft. Für Xenia werden die Hände aneinander gerieben, für Emilia die Fingerspitzen aneinander getippt. "Die Fingerspiele fördern nicht nur die Motorik, sondern auch gleichzeitig die Konzentration", erklärt Grießer.

Im vergangenen Jahr hat sie sich zu einer Lehrkraft für den Liedergarten ausbilden lassen. Ein dreiviertel Jahr dauert die Ausbildung. "Musik und Gesang ist wichtig für Kinder. Nicht nur die Konzentration und das Wohlbefinden werden gesteigert, sondern auch das Sozialverhalten und die Kommunikationsfähigkeit verbessert", erklärt die Krefelderin.

Zudem sei wissenschaftlich belegt, dass das Singen in einer Gemeinschaft nicht nur das Immunsystem stärke, sondern auch gute Laune bereite. Jetzt leitet sie seit März fünf Kurse und bekommt im April noch zwei dazu. "Ich liebe die Arbeit mit Kindern", sagt sie.

Nach einem halben Jahr sind bereits Erfolge des Kurses zu erkennen

Seit einem halben Jahr kommt Stefanie Braun jeden Dienstag mit ihrem zweieinhalbjährigen Sohn Louis ins Pfarrheim St. Clemens. "Die Kinder werden auf nette Art und Weise an die Musik herangeführt, die für die Entwicklung sehr wichtig ist", sagt sie. Sie bekämen so von Anfang an mit, dass Musik etwas Schönes sei. Und das Singen, Tanzen und Musizieren in der Gruppe mache einfach mehr Spaß.

Der Liedergarten zeigt bereits erste Erfolge. "Oft fängt Louis aus heiterem Himmel an, die Melodien nachzuahmen oder zu tanzen", erzählt die 32-Jährige. Auch Thomas Pape, der mit seinem zweijährigen Sohn Matthias die Gruppe besucht, kann diese Erfahrung nur bestätigen. "Wir sind bereits seit eineinhalb Jahren dabei und es zahlt sich aus", sagt der Vater. Genauso wie Louis fange Matthias an, zu singen oder die Bewegungsspiele nachzumachen.

Nach dem Singen und den Fingerübungen darf getobt werden. Alle tanzen, stampfen, trippeln und schleichen durch den Raum. Eine Übung, die besonders schön anzusehen ist: Das Tanzen mit bunten Organzatüchern. Kinder und Eltern drehen sich mit einem Tuch, werfen es hoch oder versuchen es wieder in die Luft zu pusten.

Der Sitzkreis hüllt sich in ein buntes Meer aus Tüchern. Danach kuscheln die Kinder mit ihren Eltern. Zurück im Sitzkreis gibt’s ein Lied zum Abschied: "Nun sind wir fertig, die Stunde ist aus; wir haben viel gesungen, getanzt und gelacht." Draußen warten schon die nächste Gruppe.

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