Anwohner Rudi Ingenlath fürchtet Gefahr für Fußgänger und kritisiert das Vorgehen der Stadt.

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Rudi Ingenlath zeigt auf einen der Baumstämme an der Alten Neusser Straße. Er sieht darin eine Gefahrenquelle.

Rudi Ingenlath zeigt auf einen der Baumstämme an der Alten Neusser Straße. Er sieht darin eine Gefahrenquelle.

Andreas Bischof

Rudi Ingenlath zeigt auf einen der Baumstämme an der Alten Neusser Straße. Er sieht darin eine Gefahrenquelle.

Krefeld. In diesen Tagen ärgert sich Rudi Ingenlath jeden Morgen, wenn er zur Arbeit fährt. Der Grund dafür sind zwei massive Baumstämme am Straßenrand der Alten Neusser Straße, die das Grünflächenamt der Stadt dorthin platziert hat, um das Parken auf dem Grünstreifen zu verhindern.

Nicht nur, dass die Stämme ein optisches Ärgernis seien: "Die sind so groß, dass die Astansätze teilweise bis auf die Straße reinreichen", sagt Ingenlath.

Der Anwohner sieht die Verkehrssicherheit auf der Straße gefährdet: "Wenn Mütter mit Kinderwagen oder ältere Menschen mit Rollator hier vorbei gehen, haben sie keine Möglichkeit auszuweichen, wenn ein Auto entgegenkommt." Dafür seien die Stämme einfach zu dick und lägen zu nah am Straßenrand.

Ein Risiko bestehe auch für die Kinder in der Nachbarschaft, die morgens über die Alte Neusser Straße zur Südschule gingen. "Richtig riskant war es, als wir vor kurzem den heftigen Wintereinbruch hatten. Ich will mir nicht vorstellen, was da hätte passieren können."

Der Stadt Krefeld wirft Ingenlath vor, fahrlässig mit der Situation umzugehen: "Das hätte man doch anders lösen können, etwa durch Metallbügel oder Parkverbotsschilder. Ein solcher Bügel kostet doch nicht viel."

Doris Törkel, Leiterin des städtischen Fachbereichs Grünflächen, weist die Vorwürfe zurück. Sie erklärt, dass die Stämme auf Anregung der Bürger platziert worden seien, um wildes Parken am Straßenrand zu verhindern: "Dazu hat es einen Beschluss der Bezirksvertretung Fischeln gegeben, woraufhin wir tätig geworden sind. Wenn es Beschwerden gibt, ist die Bezirksvertretung das passende Forum." Noch habe sich jedoch niemand beim Grünflächenamt beschwert, seit die Stämme im September platziert worden sind.

Rudi Ingenlath betont jedoch, nicht der einzige Anwohner zu sein, den die Stämme stören: "Das ist mehreren hier in der Straße ein Dorn im Auge." Er hält an seiner Kritik fest: "Für mich ist diese Lösung einfach nur unüberlegt."

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