Fichtenhain: Das Bauprojekt an der Autobahn 44 wird 140000 Euro teurer als geplant.

Bei der Auftragsvergabe für den Bau des Kreisverkehrs an der Autobahn 44, Ausfahrt Fichtenhain, ist nicht aufgepasst worden.
Bei der Auftragsvergabe für den Bau des Kreisverkehrs an der Autobahn 44, Ausfahrt Fichtenhain, ist nicht aufgepasst worden.

Bei der Auftragsvergabe für den Bau des Kreisverkehrs an der Autobahn 44, Ausfahrt Fichtenhain, ist nicht aufgepasst worden.

D.Jochmann

Bei der Auftragsvergabe für den Bau des Kreisverkehrs an der Autobahn 44, Ausfahrt Fichtenhain, ist nicht aufgepasst worden.

Fischeln. Bereits seit einiger Zeit ist der Kreisverkehr an der Autobahnauf- und Abfahrt Fichtenhain an der A44 befahrbar. Schilder sind dort aber weit und breit nicht zu sehen. Sie wurden bei der Ausschreibung des Objektes schlichtweg vergessen. Das bestätigt Baudezernent Thomas Visser auf Anfrage der WZ.

"Das Planungsbüro hätte die Beschilderung mit einfließen lassen müssen, da brauchen wir nicht um den heißen Brei herumreden", sagt Visser. Die Stadt hat den Bau als Dienstleister für die Nutznießer Thyssen-Krupp Nirosta und dem Landesbetrieb Straßen abgewickelt, aber auch städtischen Mitarbeitern sind die fehlenden Schilder nicht aufgefallen.

Das aber ist nicht der einzige Fehler bei der Auftragsvergabe gewesen. Nicht berücksichtigt wurde bei der Planung, dass der Lärmschutzwall in Richtung Willich für den Kreisverkehr verlegt werden musste. Das hatte das ausschreibende Planungsbüro ebenfalls nicht berücksichtigt.

Keine Schuld trifft das Büro bei der Preissteigerung für die Bitumen-Deckenschicht. "Weil ein bei der Vergabe unterlegener Bieter bei der Bezirksregierung Einspruch erhoben hat, hat sich der Bau um etwa acht Wochen verzögert. Dadurch sind Preisbindungen bei dem ölhaltigen Bitumen ausgelaufen, die zu Kostensteigerungen geführt haben", erklärt Visser.

Auf die Stadt sollen keine Kosten zukommen

Ein vierter Punkt, der zu Mehrkosten geführt hat, ist die Verlegung der inneren Fahrspur, die der Landesbetrieb Straßen gefordert hatte. Offensichtlich auch hier hatte das Planerbüro Fehler begangen.

Alles in allem wird der Bau rund 140000 Euro mehr kosten. Statt der ursprünglich vorgesehenen 625000Euro werden nun 760000 Euro benötigt. "Da Thyssen-Krupp Nirosta und der Landesbetrieb Straßen sich die gesamten Kosten teilen, werden auf die Stadt keine Kosten zukommen", versichert der Planungsdezernent. Außerdem wäre der finanzielle Aufwand von Anfang an höher gewesen, hätte das Planungsbüro sämtliche anfallenden Arbeiten berücksichtigt, meint Visser.

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