Die Nachbarschaft von der Oberbruchstraße hat bis zum Schützenfest im Sommer noch einiges Papier zu verarbeiten.

Rosen, Rosen, Rosen aus Papier: 40000 Stück will die Nachbarschaft Oberbruchstraße bis zum Sommer gedreht haben. Denn die Straße des Königs soll zum Fischelner Heimat- und Schützenfest festlich geschmückt sein.
Rosen, Rosen, Rosen aus Papier: 40000 Stück will die Nachbarschaft Oberbruchstraße bis zum Sommer gedreht haben. Denn die Straße des Königs soll zum Fischelner Heimat- und Schützenfest festlich geschmückt sein.

Rosen, Rosen, Rosen aus Papier: 40000 Stück will die Nachbarschaft Oberbruchstraße bis zum Sommer gedreht haben. Denn die Straße des Königs soll zum Fischelner Heimat- und Schützenfest festlich geschmückt sein.

Andreas Bischof

Rosen, Rosen, Rosen aus Papier: 40000 Stück will die Nachbarschaft Oberbruchstraße bis zum Sommer gedreht haben. Denn die Straße des Königs soll zum Fischelner Heimat- und Schützenfest festlich geschmückt sein.

Fischeln. Die wahre Königstraße liegt in Fischeln und nicht etwa in der Krefelder Innenstadt. Der Schützenkönig der Bürger-Schützen-Gesellschaft 1451 Fischeln e.V., Daniel Frenkler will die Oberbruchstraße im Sommer festlich schmücken und schon jetzt laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren.

Freunde, bekannte und zahlreiche Nachbarn helfen König Daniel I. und seiner Königin Stephanie I. dabei. 40000 Rosen sollen gedreht werden und 400 Maien aufgestellt werden. "Es ist echt spitze, dass alle mithelfen", sagt der 27-jährige König. "Die Hälfte ist schon geschafft", erklärt Stephanie Nettelnstroth, Königin und Freundin von Daniel Frenkler.

Im gemütlich eingerichteten Partyraum der Familie Frenkler knubbeln sich gut zwei Dutzend Menschen und tausende fertige Papierrosen. Die Nachbarn drehen fleißig mit: "Die Nachbarschaft bei uns auf der Oberbruchstraße ist sehr gut, wir helfen dem König gern", sagt Christa Meisen, die schon seit 1979 an der Oberbruchstraße 280 wohnt.

Monika Frenkler lebt zusammen mit ihrem Mann Peter zwar erst seit 1997 hier, hat mit ihrer Nachbarin Uschi Jurkschat aber den Wandel der Nachbarschaft miterlebt: "Früher war das Verhältnis der Anwohner untereinander oft nicht so gut, doch das hat sich zum Guten gewandelt", sagt Uschi Jurkschat, an der Oberbruchstraße aufgewachsen ist.

Selbst der Martinstag wird zu einem Nachbarschaftsfest

Seit 1998 gibt es das Nachbarschaftsfest. Alle zwei Jahre - in dem Jahr dazwischen ist Schützenfest - feiern die Anwohner ihre gute Nachbarschaft im eigens dafür angeschafften Festzelt. "Jeder bringt dann etwas zu essen mit, sei es Kartoffelsalat oder Würstchen", erklärt Monika Frenkler.

Jedes Jahr im Oktober kommen die Nachbarn zum gemütlichen St.-Martins-Kaffee zusammen, wo bei Kuchen und Kakao für die Martinstüten der Kinder Geld gesammelt wird. Und auch der Martinstag selbst wird an der Oberbruchstraße zu einem kleinen Nachbarschaftsfest.

Am 11. November treffen sich die Kinder, um gemeinsam singend von Tür zu Tür zu ziehen. Am Ende gibt es für die Erwachsenen Glühwein und für die Kinder heiße Schokolade. Doch auch abseits von Festlichkeiten, im Alltag, rücken die Nachbarn zusammen.

"Das gegenseitige Vertrauen ist einfach da und wir helfen uns untereinander wo wir können", sagen Monika Frenkler und Uschi Jurkschat. Das sei besonders deutlich geworden, als es etwa durch den Orkan Kyrill 2007 oder den heftigen Hagelschauer im vergangenen Jahr auch auf der Oberbruchstraße viele Schäden gegeben habe.

Bei so viel Harmonie und Gemeinschaftssinn muss sich das Königspaar keine Sorgen darüber machen, ob alle Rosen rechtzeitig zum Fischelner Schützen- und Heimatfest im Sommer fertig gedreht sind.

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