Von der benachbarten Höppnerstraße kommt Gegenwind. Tempo 50 sei völlig okay, sagt Anwohner Uwe Maes.

Von der benachbarten Höppnerstraße kommt Gegenwind. Tempo 50 sei völlig okay, sagt Anwohner Uwe Maes.
Das Interesse am WZ-Mobil war groß, als es dort im November um das Tempo und ein mögliches Limit an der Glindholzstraße ging. Archiv-

Das Interesse am WZ-Mobil war groß, als es dort im November um das Tempo und ein mögliches Limit an der Glindholzstraße ging. Archiv-

Uwe Maes, Anwohner der Höppnerstraße, hält Tempo 50 für absolut in Ordnung.

Dirk Jochmann, Bild 1 von 2

Das Interesse am WZ-Mobil war groß, als es dort im November um das Tempo und ein mögliches Limit an der Glindholzstraße ging. Archiv-

Krefeld. Nicht alle Anlieger im Umfeld der Glindholzstraße sind der Meinung, dass dort eine Tempo-30-Zone eingerichtet werden muss. Uwe Maes wohnt an der benachbarten Höppnerstraße und erklärt: „Ich befürworte die Beibehaltung der seit Jahren bewährten Tempo-50-Regelung in der Glindholzstraße.“ Maes fährt sie regelmäßig entlang und bezeichnet sie als wichtige Verbindung zwischen Berliner Straße und Glockenspitz. „Deshalb ist sie ja eine Vorbehaltsstraße.“

„Schein-Argumente werden nicht überzeugender durch beständiges Wiederholen.“

Uwe Maes, Anwohner der Höppnerstraße

Vor einigen Wochen hatten sich direkte Anlieger der Glindholzstraße im genannten Straßenabschnitt beschwert. „Kaum sind die Kanalarbeiten abgeschlossen, die Fahrbahndecke erneuert und die Straße wieder für den Verkehr geöffnet, wird auch wieder gerast“, hieß es damals. Und weiter: „Taggleich sind das Verkehrsaufkommen und die überhöhte Geschwindigkeit der Autofahrer und auch der Buslinie 47 wieder gefährlich präsent.“

Obwohl Mitarbeiter des Ordnungsamtes und der Stadt mehrfach in den vergangenen Jahren auf diese nicht angebrachte Raserei aufmerksam gemacht worden seien, passiere nichts, keine Ortsbegehung, keine Verkehrsschau, lautete die Kritik.

Das ist für Maes ein Indiz, dass der Verkehr dort nicht so dramatisch sei, dass es einer neuen Regelung bedürfe. „Die Tatsache, dass auch der vierte Antrag für eine Tempo-30-Regelung seit 2007 von der Verwaltung abschlägig beschieden wurde, spricht für die objektive Unbegründetheit dieses Vorstoßes.“

Schein-Argumente würden nicht überzeugender durch beständiges Wiederholen, erklärt Maes weiter. „Die behaupteten Geschwindigkeitsübertretungen entsprechen nicht der Realität. Die Unfallstatistik ist seit Jahren unauffällig. Allein die Straßenbreite sowie die dort verkehrende Buslinie lassen ein ,Rasen’ gar nicht zu.“ Ein möglicher Gefahrenpunkt könnte vielleicht nur das Parken auf beiden Straßenseiten sein, findet er.

Nur objektive Gefahrenstellen rechtfertigten neues Tempo-Limit

Die Verwaltung habe zum wiederholten Male entsprechende Anträge prüfen und feststellen müssen, dass nach wie vor keinerlei objektive Gefahrenstellen bestehen würden. „Nur sie würden es rechtfertigen, von der für Vorbehaltsstraßen wie der Glindholzstraße vorgeschriebenen Richtgeschwindigkeit von 50 Stundenkilometern abzuweichen.“ Denn die angeführten alten Leute und Kinder wohnten schließlich in jeder Straße. „Mir fehlt die sachliche Notwendigkeit.“

Die Behauptung, die Stadt würde „mit zweierlei Maß“ messen, sei auch unfair gegenüber der Verwaltung, die angesichts der aktuellen Ressourcenbelastung für derart unbegründete Anträge Personalkapazitäten bereitstellen müsse. „Ich wünsche mir, dass sich die Anwohner besser mit der gleichen Energie den aktuellen Herausforderungen unserer Stadt wie beispielsweise der Flüchtlingsunterbringung und -betreuung an der Glockenspitz und den städtischen Haushaltsproblemen widmen würden“, erklärt Uwe Maes. „Es gibt eine Reihe von Leuten, die mit mir einer Meinung sind.“

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