Die Ausstellung „Art of Eden“ gibt es Samstag und Sonntag im Botanischen Garten zu sehen. Ein Shuttlebus fährt Besucher dort hin.

Der Niederländer Jan van Strien zeigt bei der Ausstellung Stein-und Bronzeskulpturen.
Der Niederländer Jan van Strien zeigt bei der Ausstellung Stein-und Bronzeskulpturen.

Der Niederländer Jan van Strien zeigt bei der Ausstellung Stein-und Bronzeskulpturen.

Dirk Jochmann

Der Niederländer Jan van Strien zeigt bei der Ausstellung Stein-und Bronzeskulpturen.

Krefeld. Die Freiluftgalerie Botanischer Garten ist wieder eröffnet. Am kommenden Wochenende findet die 23. Art of Eden statt. „Wir haben mit Nachdruck daran gearbeitet, für ein schönes Zusammenspiel zwischen Natur und Kunst zu sorgen“, sagt Birgit Loy, die Leiterin des Botanischen Gartens. Ihre Mannschaft hat die Grünanlage bestens herausgeputzt.

Und trotz des Frühlings, der nicht so richtig kommen will, gibt es bunt blühende Beete als Rahmen für die Arbeiten der 39 Künstler, die in diesem Jahr mit von der Partie sind. Diese geben sich zum Teil recht gesellschaftskritisch. „Die Art of Eden bietet mit den Installationen von Pit Bohne aus Moers auch einmal einen kritischen Ansatz“, erläutert Irina Hölscher, die Veranstalterin der Freiluftgalerie.

Da ragen Beine von Schaufensterpuppen aus vollen Mülltonnen (Stand 35). Auf einer anderen Mülltonne ist die Aufforderung zu lesen: „Steht für eine bessere Welt!“ Irritierend mag der Blick auf die Installation der sechs gelben Fässer mit dem Hinweis auf radioaktiven Müll und der Beschriftung „Ein Aktienpaket“ sein, die sich von der grünen Umgebung nicht nur farblich abheben.

Pottbäckermarkt und Art of Eden ergänzen sich

Fröhlich bunt hat Renate Popp (Stand 21) ihren Bereich gestaltet, denn ihre Miniatur-Nanas besitzen einen farbenfrohen Anstrich, der aus jeder dunklen Gartenecke heraus strahlt. Vor 15 Jahren hat die Krefelderin begonnen, sich mit den bekannten Großskulpturen der französischen Künstlerin Nicki de Saint Phalle (1930-2002) zu beschäftigen. „Dann kam der Mut, das auch umzusetzen. Ich habe sehr viel Freude daran und so lange meine Hände das schaffen, möchte ich den Leuten damit eine Freude machen, weil die einfach in den Garten gehören.“ Der Niederländer Jan van Strien (Stand 33) ist über seine Ausbildung und Berufstätigkeit als Gärtner schließlich zur Gartenkunst gekommen. Mit Steinskulpturen fing er an. Bei seiner ersten Teilnahme an der Art of Eden zeigt er elegante schlanke Bronzefiguren, die sich dezent in das umgebende Grün einfügen. Seinen Skulpturen fehlen meist die oberen Kopfpartien: „Ich will damit symbolisieren, da gibt es etwas, was man nicht mit dem anderen teilen möchte.“

Ein Muss für Geologen und Gesteinssammler sind die Objekte von Bernd Pielemeier (Stand 20). Die Schönheit von Elementen der Natur hat er durch seine Bearbeitung der Gesteine herausgearbeitet; völlig unterschiedliche Eindrücke kann man an einem Brocken gewinnen, je nachdem wie er bearbeitet wurde. Ein kleines Raritätenkabinett verbirgt sich auch in diesen Objekten, es ermöglicht eine Mini-Gesteinsexkursion nach Skandinavien im Botanischen Garten zu finnischem Granatgneis mit violetten Granaten oder einem dunkelgrünen Masiquarzit aus Norwegen.

Birgit Loy freut sich darüber, dass die Stadt Krefeld in diesem Jahr erstmals einen Shuttlebus zwischen der Veranstaltung und dem gleichzeitig auf dem Dionysiusplatz stattfindenden Pottbäckermarkt bietet. Wenn auch einige ihrer Teilnehmer ebenso Keramik herstellen, so sieht sie eine gute Ergänzung beider Veranstaltungen.

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