Genaue Planung soll Steigerung wie beim Kaiser-Wilhelm-Museum verhindern.

Finanzen
Stellvertretend für weite Teile des Gebäudes: das rostige Eingangstor.

Stellvertretend für weite Teile des Gebäudes: das rostige Eingangstor.

Die Kammrelais steuern den Aufzug. Die Technik stammt noch aus dem Jahr 1953.

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Stellvertretend für weite Teile des Gebäudes: das rostige Eingangstor.

Krefeld. Planungsdezernent Martin Linne ist davon überzeugt, dass eine Sanierung des Stadthauses wirtschaftlich machbar ist, wenn man eine Abschreibung von mindestens 30 Jahren zugrunde legt: „Ein Neubau hingegen wäre angesichts der Haushaltslage der Stadt nur machbar, wenn wir das Stadthaus verkaufen. Und das könnte – schon wegen des Denkmalschutzes – Jahre dauern.“

Zu den Sanierungskosten will er sich erst äußern, wenn Ende nächsten Jahres ein detailliertes Sanierungskonzept vorliegt. Alles andere wäre Spekulation. Zuletzt war in groben Schätzungen von rund 40 Millionen Euro die Rede gewesen. Die Gefahr einer von vielen Politikern befürchteten Kostensteigerung wie beim Kaiser-Wilhelm-Museum sieht er beim Stadthaus nicht. Man werde sehr detailliert auflisten, was wie gemacht werden muss. Allerdings hatte Linne schon in früheren Gesprächen darauf hingewiesen, dass bei Altbauten ein Mehraufwand von zehn bis 15 Prozent einkalkuliert werden müsse (die WZ berichtete).

Die Kosten müssten realistisch betrachtet werden, sagt Daniel John, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Grünen. Nach den Erfahrungen, die man mit dem Kaiser-Wilhelm-Museum gemacht habe, müssten zu Beginn des Prozesses alle Alternativen geprüft, kalkuliert und diskutiert werden, sagt John. dag

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