Schneller Ausbau bedeutet auch, dass die Kabel nicht so tief unter die Asphaltdecke kommen. Da ist die Erfahrung des Tiefbauamts gefragt.

Schneller Ausbau bedeutet auch, dass die Kabel nicht so tief unter die Asphaltdecke kommen. Da ist die Erfahrung des Tiefbauamts gefragt.
Ein sogenanntes Leerrohr für das spätere Einziehen von Lichtleiterkabeln wird nach dem offiziellen Start für den Breitbandausbau für die Verlegung vorbereitet.

Ein sogenanntes Leerrohr für das spätere Einziehen von Lichtleiterkabeln wird nach dem offiziellen Start für den Breitbandausbau für die Verlegung vorbereitet.

dpa

Ein sogenanntes Leerrohr für das spätere Einziehen von Lichtleiterkabeln wird nach dem offiziellen Start für den Breitbandausbau für die Verlegung vorbereitet.

Mitte. Die Rolle der Tiefbauämter beim Breitbandausbau war Thema eines Workshops bei der Stadt Krefeld. Der neue städtische Breitbandkoordinator Rafael Markwald hatte Vertreter des Breitbandbüros des Bundes sowie Fachleute verschiedener Bereiche der Stadtverwaltung, der Stadtwerke, der Wirtschaftsförderung und vom Landesbetrieb Straßen NRW zum Austausch ins Rathaus eingeladen.

Oberbürgermeister Frank Meyer ist es wichtig, das Thema verwaltungsseitig weiter voranzutreiben: „Der Breitbandausbau ist für die Krefelder Unternehmen ein wichtiges Thema nicht nur für die Zukunft, sondern schon heute im betrieblichen Alltag. Auch für die Bürgerinnen und Bürger, für die Schulen und nicht zuletzt für die Verwaltung selbst haben schnelle Netze eine hohe Bedeutung. Entsprechend wichtig für die ganze Stadt ist eine reibungslos funktionierende Arbeit der Straßenbaulastträger und der Tiefbauämter bei der Unterstützung des Ausbaus.“

„Der Breitbandausbau ist für die Krefelder Unternehmen ein wichtiges Thema.“

Frank Meyer, Oberbürgermeister

Wie Breitbandkoordinator Rafael Markwald betont, sind die Herausforderungen dabei nicht nur organisatorischer und finanzieller Natur, sondern haben auch eine technische Komponente: „Bei den alternativen Verlegemethoden wird oftmals nur noch ein Graben mit minimaler Breite und geringer Tiefe in die Asphaltdecke gefräst, der gerade für die Verlegung des Glasfaserkabels ausreicht“, erläutert Markwald.

Diese Varianten beschleunigen den Breitbandausbau, wie von Bundes- und Landesregierung gewünscht und im Digi-Netz-Gesetz gesetzlich verankert wurde. Zusätzlich werden die Kosten um ein Vielfaches reduziert. Allerdings gibt es bei dieser Ausbauvariante auch Nachteile aus Sicht der Straßenbaulastträger. Die geringe Verlegetiefe muss später bei erforderlichen Unterhaltungsarbeiten an der Fahrbahn berücksichtigt werden. „Die Stadt Krefeld hat bisher keine Erfahrung mit Mindertiefverlegung gemacht. Telekommunikationsunternehmen in ganz Deutschland gehen jedoch nach und nach dazu über, ebensolche Techniken anzuwenden“, sagt Markwald. „Deshalb werden sich auch die Straßenbaulastträger weiter mit der Thematik beschäftigen“. Nach dem positiven Feedback der Teilnehmer plant die Stadt Krefeld einen Vertiefungsworkshop für Ende des Jahres.

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