Der Vorwurf der Korruption gegen Baudezernenten ist haltlos.

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Die Vorwürfe gegen Baudezernent Thomas Visser entbehren offensichtlich jeder Grundlage - die Staatsanwaltschaft will das Verfahren gegen ihn einstellen.

Die Vorwürfe gegen Baudezernent Thomas Visser entbehren offensichtlich jeder Grundlage - die Staatsanwaltschaft will das Verfahren gegen ihn einstellen.

Andreas Bischof

Die Vorwürfe gegen Baudezernent Thomas Visser entbehren offensichtlich jeder Grundlage - die Staatsanwaltschaft will das Verfahren gegen ihn einstellen.

Krefeld. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen Krefelds Baudezernenten Thomas Visser stehen kurz vor der Einstellung. „Das Verfahren ist zwar noch nicht abgeschlossen. Es läuft aber in diese Richtung“, sagte Oberstaatsanwalt Hans Dieter Menden auf WZ-Anfrage. Die gegen den städtischen Beigeordneten erhobenen Korruptionsvorwürfe hätten sich als offensichtlich falsch herausgestellt.

Wie berichtet, war Visser im vergangenen Jahr im Zusammenhang mit einem Bauprojekt am Steinrath in Fischeln angezeigt worden. Die Stadt hatte eine großzügige Ausnahme vom Baurecht gemacht, als zwei Einfamilienhäuser mit Kellergaragen gebaut worden waren. Nach einem WZ-Bericht über den Bau der Häuser im Januar 2009 hatte die Bezirksregierung Düsseldorf den Fall geprüft. Sie stellte fest: Die 2008 fertiggestellten und an Familien verkauften Häuser befinden sich im Landschaftsschutzgebiet und hätten so nie gebaut werden dürfen.

Abriss der Häuser kam für die Stadt nicht in Frage

Auch die Bauaufsicht sah schließlich ein, dass die Stadt für die beiden Häuser keine Baugenehmigung hätte erteilen dürfen. Ein Abriss wurde aber ausgeschlossen, zumal es an gleicher Stelle bereits vor den Wohnhäusern eine Bebauung gegeben hatte.
Thomas Visser hatte sich seinerzeit heftige Vorwürfe aus der Politik gefallen lassen müssen.

CDU-Fraktionschef Wilfrid Fabel warf ihm im April indirekt Einflussnahme auf die Baugenehmigung vor. Wenige Wochen später nahm die Polizei Ermittlungen gegen Thomas Visser auf. Der erfuhr davon erst im November durch die WZ.
Der Dezernent bat gestern um Verständnis, dass er sich aufgrund des immer noch laufenden Verfahrens zurzeit nicht äußern wolle.