Bis April 2015 wird Platz für die Cityseelsorge und das „tägliche Brot“ geschaffen. Neues Raumkonzept kommt.

Kirche
Architekt Elmar Paul Sommer hat die Umbaupläne für die Kirche in St. Dionysius vorgestellt.

Architekt Elmar Paul Sommer hat die Umbaupläne für die Kirche in St. Dionysius vorgestellt.

Gemeinde-Mitarbeiter Andreas Schwickert vor den Räumen der City-Seelsorge, die bereits mit einer modernen Tür abgetrennt sind.

Andreas Bischof, Bild 1 von 2

Architekt Elmar Paul Sommer hat die Umbaupläne für die Kirche in St. Dionysius vorgestellt.

Krefeld. Diskutiert wird schon seit Jahren. Doch am 13. Oktober soll es endlich losgehen mit dem Umbau der Stadtkirche St. Dionysius. Dabei geht es einerseits darum, Cityseelsorge und die Essensausgabe „Tägliches Brot“ angemessen unterzubringen. Aber auch darum, den Raum für die Gläubigen zu öffnen und neu erfahrbar zu machen.

Architekt Elmar Paul Sommer hat jetzt in der Kirche vor interessierten Gemeindemitgliedern die Pläne erläutert. Seit dreieinhalb Jahren ist er mit dem Thema befasst, hat unterschiedliche Versionen vorgestellt und wieder verworfen – unter anderem aus Kostengründen (die WZ berichtete).

Keine Gottesdienste in der Dio-Kirche bis Weihnachten

Doch jetzt ist der Startschuss gefallen, die Abstimmungen mit Denkmalbehörde und Bistum sind erledigt, die Baugenehmigung liegt vor. Wegen der Bauarbeiten kann vom 13. Oktober bis voraussichtlich Weihnachten kein Gottesdienst in der Kirche stattfinden. Die Gemeinde wird auf Liebfrauen und St. Josef ausweichen. Das Haus bleibt jedoch geöffnet.

Ziel des Umbaus ist, die Dionysiuskirche für ihre vielfältigen Aufgaben als Citykirche zu stärken – neben den Gottesdiensten also für Begegnungen, Gespräche, caritatives Engagement. Für Sommer, der gerade die Kirche St. Maria in Neersen umgebaut hat, spielt das Licht eine zentrale Rolle.

Er möchte die Sichtachsen betonen und die Eingänge einladender gestalten. „Die Besucher sollen von der Rheinstraße aus in die Kirche hineingeführt werden. Dafür will er den Ausgang zur Breitestraße öffnen, um Tageslicht hineinzulassen und den Haupteingang einladender und transparenter gestalten.

Der ursprüngliche Plan mit Unterbringung des Pfarrbüros sollte 1,3 Millionen Euro kosten. Die Summe wurde auf 900 000 Euro gedeckelt. Davon trägt das Bistum zwei Drittel, den Rest muss die Gemeinde aufbringen.

Das Pfarrbüro bleibt nun an der Breite Straße. Einige Vorhaben wurden zurückgestellt oder abgespeckt. So bleiben die alten Kirchenbänke erhalten, werden nur aufgearbeitet.

Wichtig ist Sommer, dem Tabernakel einen intimen geschützen Ort im hinteren Bereich der Kirche zu schaffen. Die will er durch einen Halbkreis von Sitzbänken mit hohen Rückenlehnen erreichen. Dafür muss der Altarbereich ein wenig verkleinert werden.

Rechts und links vom Haupteingang entstehen ein Büro für den Seelsorger und eine kleine Toilettenanlage, im hinteren Bereich (ehemalige Taufkapelle) entsteht ein Lager für das „Tägliche Brot“. In einer ehemaligen Seitenkapelle werden die Räume für die Cityseelsorge hergerichtet. Die neue Tür ist bereits eingebaut.

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