Krefeld. Fast 30 Jahre hält Torsten Voss, der Pate der WZ-Sportlergala, nun schon mit 8397 Punkten den Junioren-Weltrekord im Zehnkampf. Der größte Erfolg des heute 46-jährigen Trainers des SC Bayer Uerdingen war jedoch der Titel des Zehnkampf-Weltmeisters in Rom 1987 mit 8680 Punkten. Olympia-Gold blieb Voss dagegen verwehrt. 1988 in Seoul setzte sich mit Christian Schenk aus Rostock ein Teamkamerad aus der damaligen DDR-Riege durch und holte Gold. Für Voss blieb „nur“ Silber. Die Karriere als Zehnkämpfer endete 1993 mit einer Silbermedaille bei der Deutschen Mehrkampf-Meisterschaft.

Seine Qualitäten nutzte Voss anschließend für seine zweite Karriere als Anschieber im Bob. Noch als Zehnkämpfer unterwegs hatte ihn Harald Czudaj bei einem Wettkampf „entdeckt“. Wenig später brachte es Voss zu zwei EM-Titeln sowie zu WM-Silber und Bronze. Doch für Voss war damit noch lange nicht Schluss. Schon längst hat sich der in Hüls lebende zweifache Familienvater als Zehnkampf-Trainer einen Namen gemacht. Nach Dennis Leyckes, den er 2004 nach Athen zu den Olympischen Spielen brachte, trainiert er nun in Krefeld einen Talentschuppen voller Zehnkämpfer, aus dem Michael Schrader herausragt. Der Sieger des internationalen Meetings von Götzis stieß vor zwei Jahren mit 8522 Punkten in die Weltelite vor, musste danach verletzungsbedingt die WM in Berlin absagen und feierte im vergangenen Herbst mit dem DM-Titel im Zehnkampf in Potsdam sein Comeback.

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