Auswärts, im heimischen Stadion oder auf der Couch – alles ist möglich beim Fußball-Oberligisten.

Möglichst bald will der KFC endlich den Aufstieg feiern. Archiv
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Andreas Bischof

Möglichst bald will der KFC endlich den Aufstieg feiern. Archiv

Krefeld. Die Feier ist verschoben. Im letzten Heimspiel der Saison morgen gegen den 1. FC Bocholt kann der Spitzenreiter KFC Uerdingen sein Meisterstück noch nicht vollenden. Selbst bei einem Sieg und einer gleichzeitigen Niederlage des Verfolgers Schonnebeck wären die Krefelder zwar vier Spieltage vor Saisonende mit zwölf Punkten in Führung mit dem deutlich besseren Torverhältnis, dieser Rückstand könnte allerdings rechnerisch noch aufgeholt werden – auch wenn daran in beiden Lagern niemand ernsthaft mehr glauben mag. KFC-Trainer André Pawlak sagte: „Wir wollen einen tollen Abschluss hinlegen und daheim ungeschlagen bleiben. Es ist schade für die Fans, dass wir nicht Meister werden können.“

Morgen gegen Bocholt – dann offiziell vier Auswärtsspiele

Für die Krefelder folgen dann vier Auswärtsspiele, in Hiesfeld, bei Turu Düsseldorf (Nachholspiel), beim SC West und am letzten Spieltag in Hilden. Das Hinspiel war im Spätherbst wegen der gesperrten Anlage von Hilden nach Krefeld verlegt worden. Der KFC als Auswärtsmeister? Laut Pawlak beabsichtigt die Stadt, den Platz in der Grotenburg in den nächsten Wochen schon auf die neue Saison vorzubereiten. Die nächste Regionalliga-Spielzeit beginnt schließlich bereits Ende Juli. Ein zusätzlicher Heimrechttausch, um dem eigenen Publikum noch einmal die Mannschaft zu präsentieren oder sogar doch noch daheim aufzusteigen, sei laut Pawlak daher kein Thema.

Oder geschieht der letzte Schritt zum Aufstieg vielleicht sogar am grünen Tisch, auf dem Sofa? Der SC West empfängt den KFC eigentlich am vorletzten Spieltag, am 21. Mai. Doch die Polizei hat das Spiel als Risikospiel eingestuft, rechnet mit 500 KFC-Fans, erzählt SC-West-Vorsitzender Manfred Reißner der WZ: „Wir sind aber der Meinung, dass es kein Risikospiel ist, weil der KFC so gut dasteht. Ist dies aber der Fall, dann können wir das Spiel nicht auf der eigenen Anlage austragen. Wir wollen aber auch nicht ins Paul-Janes-Stadion umziehen. Wir würden dann auf unser Heimrecht verzichten und mit dem KFC darüber reden, vielleicht bei ihnen zu spielen.“ Und wenn der KFC das nicht annimmt? Reißner: „Dann würden wir das Spiel eher ausfallen lassen als ins Paul-Janes-Stadion zu ziehen.“ Reißner will sich mit seiner Fußballabteilung noch beraten. Eine Entscheidung soll in der kommenden Woche fallen. Und der KFC hätte zumindest in dieser Frage bald Klarheit.

Im Gegner Bocholt sieht Pawlak eine „reine Kontermannschaft“ kommen. Die beste Auswärtsmannschaft aus Bocholt trifft auf die beste und noch ungeschlagene Heimmannschaft des KFC. Pawlak: „Wir haben noch etwas gut zu machen.“ Das Hinspiel ging an den 1. FC. Johannes Dörfler fehlt wegen der fünften Gelben Karte. Ob Patrick Ellguth nach seiner Nasen-OP mit einer Maske spielt, stand gestern noch nicht fest.

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