Beim Klassiker im Forstwald stibitzt Benedikt Boyxen dem Krefelder den Titel.

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Gute Stimmung herrscht beim Start des 39. Krefelder Silvesterlaufs.

Gute Stimmung herrscht beim Start des 39. Krefelder Silvesterlaufs.

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Gute Stimmung herrscht beim Start des 39. Krefelder Silvesterlaufs.

Forstwald. Wer den Krefelder Silvesterlauf im Forstwald drei Mal hintereinander gewinnen will, der muss aus einem ganz besonderen Holz geschnitzt sein. Das zeigte sich auch bei der 39. Auflage des beliebten Laufklassikers zum Jahresabschluss. Denn der Krefelder Doppelsieger Valentin Quack (früher Preussen Krefeld) schaffte es nicht, den nun schon seit 39 Jahren ausgelobten Wanderpokal des ausrichtenden VfL Forstwald zum dritten Mal in die Höhe zu recken und damit für immer mit nach Hause zu nehmen.

Quack reiht sich damit nahtlos in die Reihe zahlreicher bekannter Laufgrößen aus vier Jahrzehnten ein: wie Horst Jansen, Dieter Tessmann, Jürgen Münker, Egbert Haefs, Roman Roßmann oder Christoph Lohse, die ohne Ausnahme beim dritten Versuch scheiterten oder den dritten Anlauf nicht mehr wahrnahmen.

Neuer Topläufer und damit erstmals Sieger über die 8100 Meter lange Distanz im schönen Forstwald wurde nun Benedikt Boyxen vom PTSV Jahn Freiburg. Der 27 Jahre alte angehende Doktor für alte Geschichte an der Universität Freiburg ist allerdings kein Unbekannter in der niederrheinischen Laufszene, da er vor seinem Studium im Breisgau für den traditionsreichen OSC Waldniel am Start war.

40 Sekunden liegen zwischen dem Sieger und seinem härtesten Rivalen

Nun nutzte Boyxen einen Urlaubstrip in seine Heimatstadt Lobberich zu einem Start im Krefelder Westen und trug sich auf Anhieb in die Siegerliste ein. Mit 27:09 Minuten verwies er den favorisierten und für die ATG Aachen startenden Mediziner Valentin Quack gleich um 40 Sekunden auf Platz zwei und befindet sich damit auf den Spuren seines ein Jahr älteren Bruders Sebastian. Dieser hatte den Silves- terlauf ebenfalls nur zwei Mal (1999 und 2000) gewonnen. "Ich bin keineswegs enttäuscht, denn Benedikt war eindeutig stärker”, sagte Quack und erwies sich als fairer Verlierer.

Für Benedikt Boyxen war der Silvesterlauf ein erster Härtetest nach einer längeren Muskelverletzung im Herbst: "Die Laufstrecke war optimal. Wenn es nur irgendwie passt, werde ich im nächsten Jahr wiederkommen.”

Vielleicht ist dann auch der Krefelder Feuerwehrmann Martin Brieden im Trikot der VTKempen mit von der Partie. Der Martinscross-Sieger gewann dieses Mal den kürzeren ersten Lauf im Forstwald über 4100 Meter in guten 12:39 Minuten. Bei den Frauen (8100m) siegte Silke Heyer (Bayer Uerdingen) in 34:41 Minuten, Jennifer Marxen (Kempen) siegte über die 4100 Meter in 15:51 Minuten.

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