Der A-Ligist wartet seit September auf ein Erfolgserlebnis. Auch das war ein Grund für den gerade vollzogenen Trainerwechsel.

Stefan Marnett hatte viel zu tun in den vergangenen Tagen. Der 2. Geschäftsführer des Inrather Fußballclubs spielt erneut „Feuerwehr“ und übernahm kommissarisch den Trainerposten der ersten Mannschaft. Vor knapp zwei Wochen traten am Schroersdyk zunächst der sportliche Leiter Sahin Celebi und Co-Trainer Zafer Koc zurück. Dem Vernehmen nach stimmte bei beiden die Chemie mit Trainer Jörg Laible nicht mehr. Einen Tag später zog Laible die Konsequenz, legte sein Amt nieder. Als Begründung wurde fehlende Rückendeckung sowie mangelnde Bereitschaft der Mannschaft, den Abstiegskampf intensiver anzugehen, angeführt.

Trainer Stefan Marnett kennt die Situation als Feuerwehrmann

Also sprang Stefan Marnett in die Bresche. Er kennt das. Vor 14 Monaten übernahm Marnett schon einmal den Posten des Übungsleiters – von Waldemar Jonderko, der in der Winterpause 2016 zurücktrat. Marnett war erfolgreich, schaffte mit dem Team den Klassenerhalt. Marnett sagt: „Damals hat sich die Mannschaft zusammengerauft und sich den Klassenerhalt verdient.“

Diesmal soll dass Trainer-Engagement des Vorstandsmitglieds deutlicher kürzer sein. Genau genommen gilt Marnetts Arbeitseinsatz für zwei Spiele. Im Nachholspiel gegen den SV St. Tönis saß Marnett schon auf der Bank, sah ein engagiertes Team, das unglücklich 1:2 unterlag. Am Samstag steigt sein zweites Spiel – im Grenzland gegen den SC Rhenania Hinsbeck. Marnett: „Am Aschermittwoch werden wir einen neuen Trainer präsentieren. Die Bemühungen laufen, konkrete Gespräche werden geführt.“

„Wir hatten eine viel zu defensive Grundausrichtung“

Seit September 2017 ist der SC Viktoria ohne Erfolgserlebnis. Marnett sieht die Gründe klar, sagt: „Wir hatten eine viel zu defensive Grundausrichtung und haben uns in den zurückliegenden Spielen viel zu wenige Torchancen erarbeitet. Das muss sich ändern.“ In Hinsbeck muss der Interimstrainer aber auf vier Leistungsträger verzichten. Urlaubsbedingt fehlen Uli Rahmlow, Marco Klaukin, Alexander Frey und Mirco Pernau. RZ

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