VfR gewinnt erstmals seit fünf Spielen. Wieder trifft Verteidiger Enke kurz vor Schluss.

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Emre Özkaya (r.) brachte Schwung über die linke Seite.

Emre Özkaya (r.) brachte Schwung über die linke Seite.

Dirk Jochmann

Emre Özkaya (r.) brachte Schwung über die linke Seite.

Fischeln. Die letzten Spielminuten verbrachten die Reservisten im Stehen. Eingehüllt in Decken fieberten die Spieler dem Abpfiff entgegen. Mittendrin: Stephan Maas, im dicken Wollpulli und die Arme hinterm Rücken verschränkt, und sein Kollege Thomas Bahr – die beiden Chefs für einen Tag. Dann ertönte der Abpfiff. Maas und Bahr fielen sich in die Arme, und der Arbeitstag war erfolgreich beendet. 2:1 siegte der VfR Fischeln gegen die U 23 des MSV Duisburg. Ein Schuss aus der Drehung des aufgerückten Innenverteidigers Kevin Enke kurz vor Schluss bescherte die ersten drei Punkte in der Rückrunde und seit fünf Spielen. Wie schon gegen Baumberg vor zwei Wochen war der 28-Jährige als Torschütze zur Stelle, als die Zeit drängte. Semih Ergin hatte die Gastgeber in Führung gebracht (72.), Germanos Ioannidis die Fischelner Vorfreude aber wieder gedämpft (84.).

Der eigentliche Cheftrainer Josef Cherfi, der berufsbedingt verhindert war, wird die frohe Kunde in der Ferne gerne vernommen haben. Natürlich hatte auch Cherfi bei diesem Heimsieg seine Finger im Spiel, beide Seiten hatten sich vor dem Spiel beraten. „Die Jungs haben sich nach den schweren Wochen selbst aus dem Schlamassel gezogen. Nun müssen wir auf diesem Weg bleiben“, freute sich Maas. Lob fand er für die gute Arbeitsmoral seiner Spieler, die es dem favorisierten Gegner schwer machten, sich spielerisch zu entfalten. Die Gäste hatten zwar im ersten Durchgang die Chancen auf ihrer Seite, ansonsten stand die Verteidigung aber sicher. Folgenschwere Patzer blieben diesmal aus, dafür zeigte Fischeln im Angriff eine lange vermisste Treffsicherheit.

Die Offensivleute, der am Sonntag flinke Linksaußen Emre Özkaya und der robustere Ömer Uzbay im Zentrum, hatten zwar selbst wenige Torraumszenen, beschäftigten die MSV-Deckung aber immer wieder und störten effektiv im Aufbauspiel. Insgesamt gefiel die kompakte und aggressive Spielweise des VfR.

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