Der Aufsteiger ist in die Vorbereitung gestartet. Till Kohnen bleibt bis 2011.

Krefeld. Krefeld zeigt sich in diesen Tagen in schneeweiß gehüllt. Derweil ist der Fußball-Niederrheinligist VfR Fischeln in die vierwöchige Vorbereitungsphase gestartet. Die Punktejagd geht am 7. Februar wieder los. Dann gastiert der SV Straelen zum Nachholspiel an der Kölner Straße. Vorläufig müssen die VfR-Spieler allerdings in die Halle "Torfabrik" umziehen.

Das darf sie jedoch nicht weiter stören. Die Zielsetzung ist klar: Der VfR möchte sich in seinem ersten Jahr im "Neuland" Niederrheinliga behaupten und den Klassenerhalt im Mai feiern. Noch einmal 22 Punkte holen wie in den 16 Spielen der Hinrunde - das wär’s, um die Klasse zu halten, hört man von den Akteuren unisono. Bis jetzt hat der VfR 23 Zähler in 17 Spielen eingefahren (Rang neun).

Zweifel am Ligaverbleib hegt so wirklich niemand im Team. Im Gegenteil: Die Zuversicht ist deutlich zu spüren. "Ich glaube, dass sich unser Kunstrasenplatz noch auszahlen wird. Einige Mannschaften werden Spielausfälle haben. Mit den Nachholspielen werden diese dann englische Wochen bestreiten müssen. Das geht an die Substanz und Konstanz. Ich bin sicher, dass wir im Vergleich zur Hinrunde noch zulegen können", sagt Dauerbrenner und Mittelfeldspieler René Hebold, der als einziger zusammen mit Torhüter Till Kohnen bislang in allen 18 Partien in der Startelf stand. Ähnlich sieht das auch der 19-jährige Henning Niedmers.

Henning Niedmers ist wohl die Entdeckung der Hinrunde

Als im Herbst die Verletzungssorgen begannen, warf Trainer Dieter Hußmanns den Innenverteidiger ins kalte Wasser. Der ehemalige Uerdinger bestand die Prüfung und mauserte sich zu einer Stammkraft: "Ich denke, dass wir sogar ein paar Punkte mehr holen können als in der Vorrunde. Ein gesicherter Mittelfeldplatz sollte drin sein." Den durch die möglichen Zugänge neu entfachten Konkurrenzkampf scheut er nicht: "Die Karten werden neu gemischt. Ich schätze meine Chancen auf eine weitere Berücksichtigung nicht schlecht ein."

Auch Benjamin Richter, der mit rund 1400 Minuten die viertlängste Einsatzzeit im Team besitzt, blickt dem Hauen und Stechen der Vorbereitung gelassen entgegen: "Ich habe mich immer durchgesetzt und weiß, was ich kann."

Francesco Reale, der lange Zeit mit einer Verletzung zu kämpfen hatte, weiß, dass Konkurrenz das Geschäft belebt und greift ebenfalls wieder an: "Ich will Dampf machen. Gegen den KFC möchte ich auf jeden Fall auflaufen."

Mit dabei ist nun auch Dribbler David Machnik (19) vom KFC Uerdingen, der bis zum Sommer ausgeliehen wurde. Beim Linksaußen Uwe Sokolowski (28, ebenfalls KFC) sind nach Aussage von VfR-Boss Thomas Schlösser noch "einige Hürden zu überwinden". Kohnen hat seinen Vertrag bis Sommer 2011 verlängert.

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