Trainer Josef Cherfi verliert mit dem Fußball-Oberligist VfR Fischeln mit 2:3-Toren bei der Spielvereinigung Schonnebeck.

Trainer Josef Cherfi verliert mit dem Fußball-Oberligist VfR Fischeln mit 2:3-Toren bei der Spielvereinigung Schonnebeck.
Josef Cherfi ließ nach der 2:3-Niederlage Dampf ab. Archiv

Josef Cherfi ließ nach der 2:3-Niederlage Dampf ab. Archiv

A. Bischof

Josef Cherfi ließ nach der 2:3-Niederlage Dampf ab. Archiv

Man muss eigentlich nur diese eine Szene, diese nicht einmal 60 Sekunden gesehen haben, um zu ahnen, warum Fußball-Oberligist VfR Fischeln in dieser Saison immer wieder ins Hintertreffen gerät und in einer sportlich sehr vertrackten Lage steckt. Erst hatte André Kubaritsch, der 18-jährige Linksaußen, eine Hereingabe zum 1:2-Anschlusstreffer für die Krefelder bei der Spielvereinigung Schonnebeck verwandelt und den Gästen in einem zähen Spiel mit wenig eigener Torgefahr so etwas wie eine kleine Hoffnung auf zumindest einen Punktgewinn gemacht, da sah man auch schon den Fischelner Torwart Hendrik Sauter, wie er den Ball aus dem eigenen Tor holte. Der direkte Gegenangriff nach Wiederanpfiff, ein langer Ball auf Hüseyin Ünal, und schon stand es 1:3 nach 74 Minuten. Das war auch trotz eines sehenswerten Fernschusses von Kapitän Kevin Breuer zum 2:3-Endstand nicht mehr aufzuholen.

Kruijsen sieht Gelb und beleidigt den Schiedsrichter

Denn da war ja auch noch diese Szene: Schiedsrichter Michael Menden zeigte dem Fischelner Quin Kruijsen nach einem Foulspiel die Gelbe Karte. Was folgte, waren laute Proteste des Niederländers und seiner Mannschaftskollegen – und irgendwas muss dem Mittelfeldspieler dann entfahren sein. Menden zeigte ihm wenig später Rot (81.) für eine Schiedsrichter-Beleidigung. Kapitän Breuer schickte Kruijsen noch ein paar deftige Worte der Kritik hinterher. Zu einem dritten Treffer und einem Punktgewinn reichte es nicht mehr. Die zwölfte Niederlage im 18. Saisonspiel.

Trainer Josef Cherfi hatte sein Fazit nach dem Spiel schnell formuliert: „Die Rote Karte passt ins Bild, das wir in dieser Saison abgeben. Das Spiel war der gleiche Mist wie schon in der gesamten Hinrunde.“ Bei diesen Worten konnte man es getrost belassen. Zu frustrierend ist das erste Halbjahr der Saison aus Sicht des Trainerstabes verlaufen. Wirklich Neues gab es am Essener Schetters Busch nicht zu sehen, bis vielleicht auf den couragierten Auftritts des jungen Kubaritsch, der mit viel Laufleistung auffiel. Doch insgesamt passt beim VfR Fischeln wenig zusammen. Hinten zu einfache Gegentore – beim 0:1 erkannte Schiedsrichter Menden ein Vergehen Sauters am Angreifer und verhängte einen Strafstoß. Offensiv wirkt vieles zwar gewollt, aber schlecht umgesetzt. Nun beginnt die Winterpause. Das Beste, was Fischeln passieren kann.

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