Der Kapitän des VfR Fischeln bezieht Stellung.

Fischeln. Seit dem 12. September wartet Fußball-Niederrheinligist VfR Fischeln auf einen Sieg. Seitdem gab es sieben Niederlagen und ein Remis. Fischeln steckt im zweiten Jahr der Ligazugehörigkeit tief im Abstiegskampf. WZ-Mitarbeiter André Lerch sprach mit Kapitän und Ex-Profi Chrissovalantis Anagnostou (35) über die angespannte Lage.

Auch gegen das Schlusslicht Bocholt gab es eine Pleite. Wie schätzen Sie die aktuelle Situation ein?

Anagnostou: Wir verlieren die Spiele nur knapp. Insgesamt aber fangen wir uns zu leicht Gegentore. Beim 0:1 gegen Bocholt hatten wir eine 5:2-Überzahl, lassen uns aber mit einem Pass ausspielen. Auf der anderen Seite unternehmen wir große Anstrengungen, um selbst ein Tor zu schießen. Es ist schwer zu erklären. Nach solch einer langen Durststrecke wird es eben auch zum Kopfproblem. Wir haben eine Negativserie, aber irgendwann glückt uns wieder ein Erfolg, dann kann es schnell in die andere Richtung gehen. Warum nicht am Sonntag gegen ein Spitzenteam wie Oberhausen? Die kochen auch nur mit Wasser.

Wie kann man dem Kopfproblem begegnen?

Anagnostou: Unser neuer Trainer Uwe Weidemann wird sicher die richtigen Worte finden. Ich habe als Profi bei Borussia Mönchengladbach ähnliche Situationen erlebt. Das beste Rezept war immer, Ruhe zu bewahren und sich nicht gegenseitig anzugreifen. Im Training darf der Spaß bei aller harten Arbeit nicht verloren gehen. Ich bin davon überzeugt, dass wir da unten wieder raus kommen.

Was hat sich unter dem neuen Trainer Weidemann geändert?

Anagnostou: Probleme untereinander hatten wir nie. Wir haben zuletzt sehr intensiv trainiert. Jeder ist wieder voll an seine Grenzen gegangen. Das ist in den Wochen zuvor nicht bei jedem so gewesen. Wenn man im Training nicht alles gibt, kann man es auch nicht im Spiel abrufen. Ich hatte eigentlich vor dem Bocholt-Spiel ein gutes Gefühl, aber das Gegentor war Gift für uns. Wenn noch die Verletzten zurückkehren, haben wir eine gute Qualität.

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