Die schwere Verletzung von Enger trübt Freude über 4:3-Sieg gegen Wuppertal.

Der schwer verletzte Michael Enger erlitt einen Beinbruch.
Der schwer verletzte Michael Enger erlitt einen Beinbruch.

Der schwer verletzte Michael Enger erlitt einen Beinbruch.

Dirk Jochmann

Der schwer verletzte Michael Enger erlitt einen Beinbruch.

Fischeln. Welch eine Dramaturgie an der Kölner Straße beim Spiel des VfR Fischeln gegen den Wuppertaler SV II. Mit 4:3 gewann der Gastgeber in der Fußball-Niederrheinliga in einer Partie, die von der schweren Verletzung von Michael Enger überschattet wurde. Dieser war in der 68. Minute nach seiner Einwechslung mit dem Wuppertaler Torwart Karagiannis im Strafraum zusammengeprallt und zog sich einen glatten Schien- und Wadenbeinbruch zu. Doch damit nicht genug.

Bei der Operation von Kapitän Daniel Schmitz am gerissenen Außenmeniskus wurde auch ein Kreuzbandriss festgestellt. Der Spielführer wird nach eigener Aussage im Dezember am Kreuzband operiert und fällt vermutlich für den Rest der Saison aus. Seine sportliche Zukunft ließ Schmitz, der bereits den zweiten Kreuzbandriss im selben Knie erlitten hat, offen.

Abgeklärte Fischelner liegen zwischenzeitlich mit 3:0 in Front

Beide Diagnosen schockierten die Verantwortlichen. VfR-Präsident Thomas Schlösser freute sich dennoch über das leidenschaftliche Verhalten und den Sieg seiner Mannschaft. Fischeln ließ sich durch die Schreckensmeldungen auch während des Spiels nicht aus der Ruhe bringen und trat gewohnt diszipliniert auf.

Kompakt stehende und reagierende Fischelner waren durch Tore von Holger Kox (17./Elfmeter), Burhan Sahin (27.) sowie einem Streich von Ömer Uzbay bereits mit 3:0 in Front, ehe Schröder (80.) und Incilli per Elfmeter (84.) auf 2:3 für den WSV verkürzten. Zu der Zeit war auch VfR-Verteidiger Henning Niedmers mit einer Gehirnerschütterung bereits ausgeschieden.

Fischeln musste in Unterzahl weiterspielen, weil das Wechselkontingent erschöpft war. Simon Janicina war schon in der ersten Hälfte umgeknickt und musste raus. Sahin (89.) und Uca (90.) trafen noch jeweils für ihre Farben. "Ich würde die drei Punkte für die Gesundheit der Spieler eintauschen. Das Team hat sich aber super verkauft. Ein Riesenkompliment", sagte VfR-Trainer Dieter Hußmanns.

Neben Mike Grühn und Schmitz wird nun auch Michael Enger dem VfR lange fehlen.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer