SC Bayer Uerdingen ist bei der Niederlage gegen die HSG Varel völlig von der Rolle. Kasal erleidet schwere Knieverletzung.

3. Liga
Bayer-Coach Olaf Mast verfolgt zerknirscht die Vorstellung seiner Mannschaft.

Bayer-Coach Olaf Mast verfolgt zerknirscht die Vorstellung seiner Mannschaft.

Andreas Bischof

Bayer-Coach Olaf Mast verfolgt zerknirscht die Vorstellung seiner Mannschaft.

Uerdingen. Die 28:35 (12:17)-Pleite des SC Bayer Uerdingen in der 3. Handball-Liga gegen die HSG Varel-Friesland trieb nicht nur Trainer Olaf Mast die Zornesröte ins Gesicht. Einige Spieler scheinen die Saison bereits abgehakt zu haben. Anders ist die desolate Leistung nicht zu erklären.

Denn 35 Gegentore vor eigenem Publikum kassierten die Uerdinger lange nicht mehr. Dabei war nach der jüngsten 27:35-Niederlage in Hagen noch von einem einmaligen Ausrutscher die Rede gewesen. Als Entschuldigung wollte Mast den krankheitsbedingten Ausfall von Spielmacher Thomas Pannen nicht gelten lassen. Überschattet wurde das Spiel von der schweren Knieverletzung von Dominic Kasal.

Der 21-Jährige blieb Anfang der zweiten Hälfte nach einem Stoß durch einen Gegenspieler am Boden liegen und schied aus. Eine genaue Diagnose stand am Sonntag noch aus. Doch Mast rechnet nicht so schnell mit einer Rückkehr. So lastet beim Niederrhein-Pokalfinale am Dienstag (20.30 Uhr) gegen Remscheid durch den Ausfall der etatmäßigen Spielmacher alle Last auf Maximilian Unger.

Beim Stand von 11:9 scheint die Welt noch in Ordnung

Gegen Varel sah es zunächst nicht nach einer so schwachen Leistung und hohen Niederlage aus. Denn als Torjäger Niklas Weis das 11:9 (16.) erzielt hatte, schien die Bayerwelt in Ordnung. Die Gäste wiederum suchten mit einer Auszeit dem Angriffswirbel Herr zu werden und dies gelang.

Denn schon zehn Minuten später zog Bayer-Coach Olaf Mast die Grüne Karte für die einminütige Spielunterbrechung. Varel führte da bereits mit 14:11 und sollte den Vorsprung nicht mehr abgeben. Hatten die Uerdinger in vielen Heimspielen durch Teamgeist und viel Kampf noch eine Rückkehr ins Spiel geschafft, so war davon diesmal nicht viel zu sehen. Angeführt vom überragenden Linkshänder Petar Bubalo zogen vielmehr die Gäste auf und davon. Schon mit dem 19:26 war die Messe gelesen.

Da passten vier vergebene Siebenmeter der Uerdinger so richtig ins Negativbild. „Wir können es uns in dieser Liga und erst recht nicht gegen Spitzenteams wie Varel leisten, dass Leistungsträger mit hohen Ansprüchen nicht an ihre Grenzen gehen. Darüber müssen wir reden. Einige sollten sich die Frage stellen, ob es denn Sinn macht, die Saison zu Ende zu spielen“, sagte Mast nach der Pleite stinksauer. Schon am Dienstagabend kann die Mannschaft eine Antwort geben.

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