Königshofer verbindet am Bodensee Sport und berufliche Ausbildung. Adler am Samstag im Topspiel gegen Angermund.

Tom Wolf spielt seit Sommer 2016 bei Adler Königshof. Archiv
Tom Wolf spielt seit Sommer 2016 bei Adler Königshof. Archiv

Tom Wolf spielt seit Sommer 2016 bei Adler Königshof. Archiv

dj

Tom Wolf spielt seit Sommer 2016 bei Adler Königshof. Archiv

Krefeld. Tom Wolf ist der überragende Spieler bei Adler Königshof, dem Tabellenführer der Handball-Oberliga. Ein Wechsel des ehemaligen Korschenbroicher Drittligaspielers zur HSG Krefeld schien beschlossen (die WZ berichtete). Doch daraus wird jetzt nichts. Der 1,97 Meter lange Bankkaufmann steht vor einem Wechsel zum Zweitligisten HG Konstanz.

Der Aufsteiger ist Tabellenelfter. Der sportlicher Leiter, Andre Melchert, gebürtiger Velberter und einst in Wuppertal in der 2. Liga aktiv, bestätigte den bevorstehenden Wechsel.

Tom Wolf: „In Krefeld hätte ich diese Möglichkeit nicht gehabt“

„Tom wird in der kommenden Saison für uns spielen. Er passt komplett in unser System mit jungen hungrigen und talentierten Spielern in der 2. Liga zu bestehen. Natürlich wird er seine Anpassungszeit auf der Mittelposition benötigen, aber er bringt viel Erfahrung mit.“

Wolf bindet sich langfristig an den Club, der neben dem Zweitligaangebot vor allem mit beruflichen Perspektiven lockt. Tom Wolf sagt: „Mit 22 Jahren bin ich nicht mehr der Jüngste für ein Studium. Das Angebot in Konstanz den Handball mit einem Studium verbinden zu können, war überzeugend. In Krefeld und Umgebung hätte ich diese Möglichkeiten nicht gehabt.“ Der Zweitligist pflegt eine enge Kooperation mit der Universität am Ort.

HSG-Geschäftsführer Thomas Wirtz vermisst Loyalität

Wolf wird seinen Vertrag bis zum Saisonende erfüllen und den fest eingeplanten Aufstieg der Adler in die vierte Liga mit realisieren helfen. Wenig erbaut von dem Wechsel ist hingegen HSG-Geschäftsführer Thomas Wirtz: „Ich habe Verständnis, dass Tom das Angebot angenommen hat. Aber die Art und Weise wie er mit uns umgegangen ist, zeugt nicht von großer Loyalität. Wir hatten einen Zweijahresvertrag unter Dach und Fach, es fehlte lediglich die Unterschrift. Hätte er uns in seine Überlegungen komplett einbezogen, wäre alles gut gewesen. Ich bin von ihm riesig enttäuscht.“ Wie Wolf den ganzen Trubel verkraftet, zeigt sich am Samstag, denn um 19.30 Uhr treffen die Adler im Spitzenspiel auf den Tabellenzweiten TV Angermund.

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