Die Krefelder stürmen förmlich die Mannheimer Anlage am Nackarplatt. Schon nach den Einzeln ist der Sieg perfekt.

Jürgen Melzer gewann sein Einzel gegen Tobias Kamke in drei Sätzen.  Archiv
Jürgen Melzer gewann sein Einzel gegen Tobias Kamke in drei Sätzen. Archiv

Jürgen Melzer gewann sein Einzel gegen Tobias Kamke in drei Sätzen. Archiv

dpa

Jürgen Melzer gewann sein Einzel gegen Tobias Kamke in drei Sätzen. Archiv

Mannheim. Es war ein bemerkenswerter Auftritt des HTC Blau-Weiß Krefeld. Es glich einer Tennis-Demonstration. Mit 6:0 fegte das Stadtwaldteam über die Sportanlage am Neckarplatt und schickte die Crew des TK GW Mannheim mit der Höchststrafe in die Kabine. Schon nach viereinhalb Stunden jubelte der Krefelder Anhang. Alle vier Einzel wurden gewonnen, der Erfolg war schon perfekt. Damit können die Blau-Weißen nach drei Spieltagen ein bemerkenswertes Zwischenfazit ziehen: Diese Mannschaft kann mit den besten Teams der Liga mithalten. Am kommenden Sonntag folgt für die Krefelder das Heimspiel gegen den Gladbacher HTC, der Sonntag gegen den TK Kurhaus Aachen unterlag.

Nach exakt drei Stunden Spielzeit blickte so mancher Mannheimer Fan verdutzt auf die Anzeigentafel, die das satte 3:0 für Krefeld anzeigte. Der Traditionsclub, der mit 46 Mannschaften und 19 Plätzen der größte Tennisverein in Baden ist, schlidderte einer Blamage entgegen. Die Krefelder feierten die Revanche für die im Vorjahr erlittene 1:5-Niederlage. Horacio Zeballos war in jeder Hinsicht seinem Kontrahenten Björn Phau überlegen und gewann in zwei Sätzen. Paolo Lorenzi zeigte gegen Jiri Vesely Höhen und Tiefen, aber insgesamt wiederum enorme Kämpferqualitäten. Im Champions-Tiebreak lag der Italiener schon 1:4 zurück und holte Punkt für Punkt auf, um am Ende mit 10:6 das Match zu beenden.

Frontmann Joao Souza kann entspannt ins Topsiel gehen

Auch Jürgen Melzer musste gegen Tobias Kamke in den entscheidenden Durchgang. Beim 10:5 hatte der Österreicher wenig Mühe und sicherte den dritten Zähler für Krefeld. Bei diesem klaren Vorsprung sah Joao Souza dem Spitzenspiel gegen Dominic Thiem entspannt entgegen. Der neue Krefelder Frontmann wollte unbedingt den ersten Einzelsieg für sein neues Team einfahren. Gegen den Franzosen Benoit Paire (THC Köln) verlor Souza bei seinem Debüt im Champions-Tiebreak (6:10). Gegen den TK Kurhaus Aachen zeigte der Brasilianer ein großes Match und hatte gegen Pablo Cuevas (Uruguay) sehr viel Pech, als er in einem dramatischen Champions-Tiebreak mit 13:15 den Kürzeren zog. Nun ging es für Souza gegen den auf Platz 29 der ATP-Rangliste stehenden Thiem.

Der Österreicher Thiem hat keine echte Siegchance

Vor sechs Wochen gewann der Wiener, der auch dem österreichischen Davis-Cup-Team angehört, das ATP-Turnier in Nizza. Doch dies zählte Sonntag nicht. Gegen den bestens aufgelegten Souza hatte Thiem keine Siegchance. Mit seinen knallharten Aufschlägen und seinen gut platzierten Grundlinienschlägen dominierte der brasilianische Rechtshänder das Geschehen und feierte einen sicheren 6:3, 6:4-Sieg.

Aber damit nicht genug. An der Seite des Spaniers Pablo Galdon feierte er wenig später seinen zweiten Erfolg. Im Doppel ließ das Duo nichts anbrennen und setzte sich mit 6:4 und 6:2 gegen die Mannheimer Tobias Kamke und Björn Phau durch.

Dominic Thiem - Joao Souza 3:6, 4:6, Jiri Vesely - Paolo Lorenzi 6:7, 7:5, 6:10, Tobias Kamke - Jürgen Melzer 5:7, 6:2, 5:10, Björn Phau - Horacio Zeballos 6:7, 2:6.

Dominic Thiem/Jiri Vesely - Horacio Zeballos/Jürgen Melzer 6:7, 7:6, 4:10 Tobias Kamke/Björn Phau - Joao Souza/Pablo Galdon 4:6, 2:6

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