Am Sieg in Augsburg und den vier Toren war das Quintett mit zehn Punkten beteiligt. Jetzt warten die Derbys gegen DEG und Köln.

Heute ist Bergfest in der Liga – Spiel 26 von 52 in der Hauptrunde. Heute ist aber auch Derby-Zeit. Emotionen pur, Spannung satt. Die DEG kommt. Das ewig junge Duell der großen Rivalen steigt um 19.30 Uhr im König-Palast.

Und da fragt man sich – ist heute auch wieder die Zeit der Parade-Reihe, der Top-Scorer, der Torjäger der Pinguine. Wenn es noch eines Beleges für die Abhängigkeit der Krefelder von den Top-Drei-Stürmern in Kombination mit der Top-Verteidigung bedürfe, genügt ein Blick zurück nach Augsburg. Vier Tore erzielten die Pinguine, machten drei Punkte, die Fans glücklich und gingen auf eine feucht-fröhliche Rück-Tour gemeinsam mit den rund 900 Anhängern im Zug gen Krefeld.

Fakt ist aber auch – die Pinguine spielen zu schwankend

Und diese Top-Reihe hat mal eben zehn Punkte mit eingeladen. Scorer-Punkte wohlgemerkt. Zehn von maximal zwölf bei vier Toren. Das ist eine Quote von 0,83. Das Quintett, mehr noch das Sturm-Trio, ist aktuell die Lebensversicherung der Pinguine, um im Kampf um die Pre-Play-offs nicht den Anschluss zu verlieren.

Aber Fakt ist auch – die Pinguine spielen zu schwankend. Nicht nur von Spiel zu Spiel. Sondern in einem Spiel. Nur zwei gute Drittel in den Begegnungen des Wochenendes reichten, um immerhin doch drei Punkte zu machen. In Iserlohn gut begonnen, dann ein erschreckender Leistungsabfall, in Augsburg sich schwer getan, dann gesteigert und ein Top-Schlussdrittel abgeliefert.

An allen Toren am Wochenende war der Paradesturm beteiligt

Zwischen dem Start in Iserlohn und dem Finale in Augsburg lagen vier schwache Drittel. Da fehlten Biss, Schnelligkeit, Zweikampfverhalten, eigentlich alles. Aber die Pinguine können sich scheinbar auf die erste Reihe verlassen. Auch wenn in Augsburg bis zum 1:1 ebenfalls nichts klappt – auch beim 0:1 standen sie auf dem Eis – ab dem 1:1 aber haben Daniel Pietta, Marcel Müller und Dragan Umicevic das Kommando übernommen. An allen fünf Toren in Iserlohn und in Augsburg war mindestens einer dieses Trios beteiligt. Die beiden ersten Treffer in Augsburg gingen sogar komplett auf die Drei.

„Wir müssen schauen, was unsere wirklichen Konkurrenten machen“

Sportdirektor Matthias Roos konstatiert die Dominanz der Top-Reihe, ist indes weniger erbaut über die Leistungsschwankungen des Teams: „Weder in Iserlohn noch in Augsburg ist es uns gelungen, ein gutes Spiel zu machen.“ Umso wichtiger seien die drei Punkte in Augsburg gewesen. Roos’ Rechnung ist einfach – er ist überzeugt, dass die direkt vor den Pinguinen platzierten Teams aus Ingolstadt, Köln und Düsseldorf ihre Punkte sicher noch machen werden. Roos: „Wir müssen schauen, was unsere wirklichen Konkurrenten um die Pre-Play-offs machen.“ Und dazu zählt er eher Iserlohn, Schwenningen und Bremerhaven. Die aber sind mitunter schon sieben, zehn und elf Punkte den Pinguinen enteilt. Iserlohn ist Fünfter mit 40 Zählern, Schwenningen Tabellensechster mit 39 Punkten und Bremerhaven auf Platz acht hat 36 Punkte eingesammelt.

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