Die deutsche Nummer 1 setzt sich beim Match-Race auf dem Elfrather See durch.

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Auch wenn es hier so aussehen mag, genug Wind hatten die Segler auf dem Elfrather See am Wochenende nicht.

Auch wenn es hier so aussehen mag, genug Wind hatten die Segler auf dem Elfrather See am Wochenende nicht.

DJ

Auch wenn es hier so aussehen mag, genug Wind hatten die Segler auf dem Elfrather See am Wochenende nicht.

Krefeld. Stellen Sie sich vor, in der Formel 1 würden die Fahrer nach der Hälfte des Rennens die Autos tauschen - der Chancengleichheit halber. Undenkbar. Beim Match-Race in der 6,20-Meter-Bootsklasse ist das so: Die Dreier-Crews tauschen die ohnehin baugleichen Schiffe. Um die zweite Niederrhein-Meisterschaft ging es am Wochenende auf dem Elfrather See vor dem Vereinsheim des Segelklubs Bayer Uerdingen.

Nach insgesamt 60 Durchgängen an zwei Tagen stand fest: Pokal und Punkte für die deutsche und die internationale Rangliste gehen nach Hamburg, an den 27-jährigen Jura-Studenten Jan Eike Andresen vom Norddeutschen Regattaverein, die deutsche Nummer eins in der Match-Race-Wertung und Nummer 34 in der Weltrangliste.

Platz zwei belegte Tino Ellegast (Konstanz) mit seiner Mannschaft. Dritte wurde die französische Crew um Cedric Chateau, vierte die niederländische um Jurjen Feitsma.

Die SKBUe-Teams von Lennart Luttikus, Jörg Meier und Anke Scheuermann hatten keine Chance auf die ganz vorderen Plätze; sie belegten die Ränge sieben, acht und zehn. Der Vorjahres-Sieger Carl Noel vom Etuf Essen/Voerde musste sich mit dem neunten Platz zufrieden geben.

Bei Windstärken von eins bis zwei glich der Wettkampf auf dem "Up and down-Kurs" am Sonntag vor dem Segelzentrum mehr Wasserschach in Zeitlupe denn Action unter Segeln.

Am Samstag hatte es wenigstens noch mit Stärke vier geblasen. Immerhin kamen an beiden Tagen mehr als 3.000 Besucher zum 1. Elfrather Seefest, das sich mit dem aufgewerteten Match-Race als richtige Größe im Krefelder Veranstaltungskalender etablieren will.

Das Besondere an diesem Rennen, übrigens nur für Frauen eine olympische Disziplin, ist der im Kielwasser hinterherfahrende Schiedsrichter, der Strafkringel direkt nach dem Regelverstoß ausruft.

Die sechs in Krefeld eingesetzten Boote aus der polnischen Werft Jablonski sind Eigentum der Högel Sportkommunikation (Wuppertal). Ein Match-Race wird sozusagen im Paket gebucht.

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