Beim Jahresrückblick zieht der Segelklub Bayer Uerdingen ein positives Fazit. Es ist eine Sportart der Freiheitsliebenden.

Beim Jahresrückblick zieht der Segelklub Bayer Uerdingen ein positives Fazit. Es ist eine Sportart der Freiheitsliebenden.
Die 15 Jahre alte Florence Permatier im Laser.

Die 15 Jahre alte Florence Permatier im Laser.

Die 15 Jahre alte Florence Permatier im Laser.

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Die 15 Jahre alte Florence Permatier im Laser.

Wenn ein Segler auf sein Boot steigt, gibt es außer ihm und der zu bändigenden Natur nichts anderes mehr. Im Duell mit Wind und Wellen trotzt der Sportler den Widrigkeiten von Mutter Erde und misst sich dabei nicht nur mit anderen Konkurrenten. Ein Reiz, der dem Segeln beinahe eigen ist.

Als einer der erfolgreichsten Vereine in Nordrhein-Westfalen kann der Segelklub Bayer Uerdingen mit Freude auf das Jahr 2017 zurückblicken. Zu den Erfolgen gehörten unter anderem mehrere deutsche Meisterschaften in unterschiedlichsten Klassen, Landesmeister-Titel sowie einstellige Platzierungen bei Weltmeisterschaften. Obwohl die Nähe zu größeren Gewässern fehlt und einige Sportler sich deshalb erneut zu Hochburgen wie Kiel verabschiedeten, blieb die Anzahl der Vereinsmitglieder weiterhin konstant. Grund dafür ist unter anderem die neue Vereinspolitik, die verstärkt auf die Förderung der Jugend abzielt.

„Wir müssen weiter Werbung für den Sport machen“

Bayer Uerdingens Leistungssport-Koordinator im Bereich Segeln, Holger Blumenkamp, betont die wichtige Rolle, die den Einsteigern zu Teil wird: „Es ist uns enorm wichtig, weiter präsent zu sein und jungen Menschen im Umkreis die Möglichkeit geben zu können, diesen einzigartigen Sport auszuüben.“ Dazu gehören unter anderem das Veranstalten von AGs in Kooperation mit Krefelder Schulen oder die Organisation von Regatta-Gruppen. „Wir müssen weiter Werbung für den Sport machen und Kindern die Chance geben, sich auszuprobieren – mal hineinzuschnuppern“, meint Blumenkamp. „Dabei kommt es uns sehr entgegen, dass die Bayer-Sportgemeinschaften wieder enger zusammenarbeiten. Durch die Kooperation und den Austausch ist jedem geholfen. Auch das ist etwas, an dem wir weiterarbeiten wollen.“

Die 15 Jahre alte Florence Permantier ist Landesmeisterin

Als prägnantes Beispiel für die bereits verbesserte Jugendarbeit nennt der Leistungssport-Koordinator Seglerin Florence Permantier. Mit 15 Jahren ist sie schon eine erfahrene Sportlerin, die mit internationalen Erfolgen auftrumpfen kann. Als NRW-Landesmeisterin und Neuntplatzierte bei der U 17 Weltmeisterschaft ist sie eines der Aushängeschilder der Fördergruppe. „Ich habe schon mit sieben Jahren angefangen und mich dann in den Klassen gesteigert. Mir macht das Segeln einfach unfassbar viel Spaß“, erzählt die Schülerin und versucht anderen jungen Menschen Lust auf die Freizeitbeschäftigung zu machen.

„Es ist der perfekte Ausgleich an der frischen Luft und steigert früh Koordination und Selbstständigkeit. Ich bin dieses Jahr auf die olympische Laser-Radial-Klasse umgestiegen, für die ich eigentlich zu leicht bin. Das gleicht man mit Kraftaufwand wieder aus, was ideal ist, um fit zu bleiben. Ein weiterer Vorteil ist die familiäre Art der Sportart, bei der man schnell internationale Kontakte knüpft.“

Auf die Frage nach dem großen Ziel, antwortet die 15-Jährige schüchtern: „Einmal bei Olympia teilzunehmen, ist natürlich für jeden der Traum. Aber das hat noch Zeit.“

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