Vor der Endrunde im Unterwasserrugby im Badezentrum stellt die WZ den Sport genauer vor.

DM
Der Kampf um den Ball, der für einen Punktgewinn in den Metallkorb gestopft werden muss. Länger als 25 Sekunden am Stück bleiben die Spieler selten unter Wasser.

Der Kampf um den Ball, der für einen Punktgewinn in den Metallkorb gestopft werden muss. Länger als 25 Sekunden am Stück bleiben die Spieler selten unter Wasser.

Copyright VDST, Uwe Rzeha

Der Kampf um den Ball, der für einen Punktgewinn in den Metallkorb gestopft werden muss. Länger als 25 Sekunden am Stück bleiben die Spieler selten unter Wasser.

Krefeld. Es ist noch eine recht exotische Wassersportart. Ein Ballspiel im dreidimensionalen Raum. Am Samstag und Sonntag richtet der DUC Krefeld erstmals die Endrunde um die deutsche Meisterschaft im Unterwasserrugby aus. Der Gastgeber rechnet sich als westdeutscher Titelträger und Vorjahresdritter bei der 44. Auflage immerhin Außenseiterchancen im Badezentrum aus. „Wer einmal diesen Sport betrieben hat, bleibt meist dabei“, sagt DUC-Spieler Sebastian Grothaus, einer von 45 Aktiven im Krefelder Verein, über das Rugby unter Wasser. Die WZ stellt den Sport näher vor.

Faszination Unterwasserrugby

Der dreidimensionale Raum und der Widerstand des Wassers eröffnen völlig neue Möglichkeiten, verlangen jedoch auch Kraft, Ausdauer und Übersicht. Faszinierend ist, dass man sich wie beim Finswimming in alle Richtungen frei bewegen kann und dazu den Spaß einer Vollkontakt-Mannschaftssportart hat. Vor allem aus dem Handball und Fußball kommen die Spieler, die sich für diese verletzungsarme, trotzdem aber intensive Sportart entscheiden.

Regeln

Gespielt wird ohne Taucherflasche – nur mit Flossen, Tauchermaske und Schnorchel im tiefen Sprungbecken. Im Wasser befinden sich von jeder Mannschaft sechs Spieler. Diese sind die meiste Zeit unter Wasser und kommen zum Luft holen an die Wasseroberfläche. Da das ziemlich kraftraubend ist, hat jede Mannschaft sechs Wechselspieler. So wird im Minutentakt gewechselt. Ausgenommen von Schlagen, Treten, Beißen, Kratzen, Würgen, Hebeln und Angriffen auf die Ausrüstung, ist alles erlaubt. Jedoch darf nur der ballführende Spieler angegriffen werden und andere angreifen.

Punkte

Ziel ist es, den Ball in einer Spielzeit von 30 Minuten (2 x 15) so oft wie möglich in den auf dem Beckenboden stehenden Metallkorb der gegnerischen Mannschaft zu stopfen. Wegen der hohen Intensität bleiben die Spieler selten länger als 25 Sekunden unter Wasser.

Ballführung

Der Ball darf nicht über der Oberfläche des Wassers geführt werden. Anders als beim normalen Rugby wird der Ball auch nach vorne gepasst. Zum Passen wird der Ball, wie beim Kugelstoßen, vom Körper weggedrückt und driftet bis zu zwei Meter weit.

Strafen

Die Heimmannschaft DUC Krefeld (Deutscher Unterwasser Club), Vorjahresdritte, stellt folgenden Kader für die Endrunde: Maurice Scharnik, Christian Jacobs, Paul Werner, Sascha Bogisch, Ralf Kösters, Martin Meskes, Uwe Veltjens, Gerd Moes, Keyhan Behbahani, David Pannasch, Alain Kavafyan, Carsten Kluth, Carl-Wilhelm Höhle, Sebastian Grothaus, Jan Kindermann, Manuel Gassner, Maximilian Keiten, Lars Veltjens

Die Widersacher der Krefelder in der Gruppe sind der West-Rivale SV Rheine, der TSV Malsch (jeweils Zweiter der vergangenen fünf Jahre) und der Außenseiter DUC Hamburg, für den die Teilnahme schon ein Erfolg ist. In der Gruppe A treffen der Meister der vergangenen acht Jahre, TC Bamberg, DUC Köln , BUR Berlin und der STC München aufeinander. Die ersten beiden jeder Gruppe gehen ins Halbfinale. Der Rest bestreitet Platzierungsspiele.

Die Vorrunde ist am Samstag: Malsch - Hamburg (9.15 Uhr), Krefeld - Rheine (10.05 Uhr), Köln - Berlin (10.55 Uhr), Bamberg - München (11.45 Uhr), Malsch - Rheine (12.35 Uhr), Krefeld - Hamburg (13.25 Uhr), Köln - München (14.15 Uhr), Bamberg - Berlin (15.05 Uhr), Hamburg - Rheine (15.55 Uhr), Krefeld - Malsch (16.45 Uhr), Berlin - München (17.35 Uhr), Bamberg - Köln (18.25 Uhr). Die Zwischenrunde ist am Sonntag: A3 - B4 (8.30 Uhr), A4 - B3 (9.20 Uhr), A1 - B2 (10.10 Uhr), A2 - B1 (11 Uhr). Nach den Platzierungsspielen folgt das Endspiel um 14.40 Uhr.

Für die Zuschauer stehen Bildschirme bereit, um das Treiben besser zu verfolgen. Zudem gibt es einen Livestream unter:

uwr.vdst.de

Einfache Fouls werden mit einem Freistoß geahndet, schwerere Vergehen, wie das absichtliche Schlagen eines Gegners, werden wie im Eishockey mit einer Strafzeit von zwei Minuten bestraft. Verhindert ein Spieler durch ein Foul eine klare Torchance, folgt ein Strafstoß. Dabei hat der Angreifer im 1:1-Duell 45 Sekunden Zeit ein Tor zu erzielen.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer