Uerdinger Talent fehlen bei den Deutschen Meisterschaften nur zwei Sekunden zum Sieg.

Krefeld-Uerdingen. Das Uerdinger Zehnkampf-Trio hat bei den Deutschen Hallen-Mehrkampf Meisterschaften in Frankfurt durch Michael Schrader prominente Unterstützung erhalten. Auf Gehhilfen gestützt verfolgte der beste deutsche Zehnkämpfer des vergangenen Jahres seine Trainingskameraden Lukas Schmitz, Sebastian Engel und Nicolai Leven, die wie gewohnt vom Uerdinger Mehrkampftrainer Torsten Voss betreut wurden.

Michael Schrader will endlich wissen, was mit seinem Fuß los ist

Schrader fuhr von Frankfurt aus weiter nach Freiburg zum DLV-Mannschaftsarzt Dr. Helmut Schreiber. Der Orthopäde, Sportmediziner und Diplom-Psychologe soll für eine gründliche Fuß-Diagnose sorgen. "Wir brauchen endlich Klarheit. Drei Ärzte haben zuvor grünes Licht gegeben, doch schon bei schwacher Belastung liegt der nächste Ermüdungsbruch vor. Und wenn wir die Saison ganz streichen müssen. Wir müssen wissen, wo wir dran sind”, hofft Voss nun im Breisgau den richtigen Spezialisten gefunden zu haben.

Zuvor freuten sich Schrader und Voss mit dem jüngsten Nachwuchs-Mehrkämpfer Lukas Schmitz (Jugend B) über dessen Vizemeisterschaft im Hallen-Siebenkampf der Junioren. "Lukas hat einen sehr schönen Wettkampf mit fünf Bestleistungen hingelegt. Er musste am Ende über 1000 Meter zehn Sekunden schneller laufen als der Ulmer Julius Sommer, um zu gewinnen. Leider wurden es nur acht, aber er darf sehr zufrieden sein”, freute sich Voss.

Doch der Titel ging letztlich im Kugelstoßen "flöten". Mit 12,98 Metern blieb der 16-Jährige fast einen halben Meter unter seiner Bestleistung. Der Grund lag klar auf der Hand. Noch immer laboriert der Uerdinger an den Folgen seines Handbruchs aus dem vergangenen Jahr. Mit gehörigen Schmerzen langte es halt nicht zu mehr. Dabei schaffte er kürzlich noch 13,50 Meter. "Der Hallen-Mehrkampf ist eine schöne Abwechslung vom harten und langen Wintertraining. Letztlich richtet sich unser Augenmerk aber nur auf den Zehnkampf und da wird Lukas vorne mitmischen, wenn er gesund bleibt”, so Voss.

Mit Platz elf musste der A-Jugendliche Sebastian Engel vorlieb nehmen. Der Montessori-Schüler kam in allen Disziplinen nicht ganz an seine Bestmarken heran, zudem lief es über die 60 Meter Hürden gar nicht gut. 9,68 Sekunden sind für ihn eine ganz schwache Zeit. Noch schlimmer erwischte es Nicolai Leven im Wettkampf der Männer an den Hürden - für ihn war bereits in der ersten Disziplin Endstation. Der 20-Jährige fand einfach nicht den richtigen Abstand zum ersten Hindernis und musste aufgeben. Damit fiel er auch aus der Gesamtwertung heraus. Mit seiner Leistung aus den übrigen sechs Wettbewerben durfte der Uerdinger allerdings durchaus zufrieden sein.

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