Marlene Sinnig vom Crefelder Ruder-Club bereitet sich derzeit auf die Weltmeisterschaft in Neuseeland vor.

Bricht in diesen Tagen auf zur Ruder-WM in Neuseeland: Marlene Sinnig vom Crefelder Ruder-Club.
Bricht in diesen Tagen auf zur Ruder-WM in Neuseeland: Marlene Sinnig vom Crefelder Ruder-Club.

Bricht in diesen Tagen auf zur Ruder-WM in Neuseeland: Marlene Sinnig vom Crefelder Ruder-Club.

D. Jochmann

Bricht in diesen Tagen auf zur Ruder-WM in Neuseeland: Marlene Sinnig vom Crefelder Ruder-Club.

Krefeld. Es ist derzeit eine stressige Zeit für Marlene Sinnig. Bereits früh morgens geht das Training mit 100 Minuten im Kraftraum los. "Danach ist um halb acht frühstücken, dann ausruhen", erzählt Marlene Sinnig über die Vorbereitungen zur Ruder- Weltmeisterschaft in Neuseeland, wohin sie in den nächsten Tagen aufbrechen wird. Die WM wird vom 29. Oktober bis zum 7. November in Lake Karapiro in Neuseeland stattfinden.

"Ab 10.30 Uhr fahren wir für 90 Minuten Fahrrad, anschließend gibt es Mittagessen und Mittagsschlaf", sagt die Ruderin. Nachmittags geht es für Marlene Sinnig auf den Dortmund-Ems-Kanal, das Trainingsgewässer des Bundesleistungszentrums in Dortmund. Dort macht sie am Klinikum eine Ausbildung zur Medizinisch-Technischen-Assistentin, die sie im kommenden Jahr abschließen wird.

Für die WM kann sie schon mal einen Praxisblock ausfallen lassen. Sonst trainiert sie vor und nach der Arbeit sowie am Wochenende von neun Stunden lang. Seit 2008 ist die 25-Jährige Rostockerin Mitglied im Crefelder Ruder-Club. "Es fühlt sich an wie eine Familie", sagt sie über die Gründe. "Das kannte ich aus meinem früheren Heimat-Verein nicht, dass ich nach der Regatta eine SMS mit Glückwünschen bekam, und man sich erkundigte, wie es mir geht."

"Solche Spitzensportler motivieren den Nachwuchs."

Walter Jansen, CRC-Vorsitzender

Der CRC hat in ihr nun neben Jochen Urban ein weiteres Zugpferd und Aushängeschild. "Solche Spitzensportler sind wichtig für den Verein, die motivieren den Nachwuchs", sagt CRC-Vorsitzender Walter Jansen.

Bei der WM hofft Sinnig auf den Finaleinzug und hat bereits Olympia 2012 im Blick. "Nach der WM zieht Kerstin Hartmann auch nach Dortmund." Mit der Ulmerin hat sie ihre großen Erfolge im Zweier ohne errungen. In dieser Bootsklasse gibt es keinen Steuermann, der das Boot auf Kurs hält, jeder Ruderer hat nur einen Riemen in den Händen, Kraft und Bewegungen müssen optimal aufeinander abgestimmt sein. "Wenn einer nicht zieht oder Fehler macht, fällt das sofort auf", sagt sie. "Im Achter können sieben andere das ausgleichen."

Eigentlich besitzt Marlene Sinnig keine Idealmaße zum Rudern

Geboren wurde Marlene Sinnig am 11. Dezember 1984 in Rostock. Dort begann sie im Alter von 13 Jahren auch ihre Ruderkarriere. Mit einer Größe von 176 Zentimeter und 68 Kilo Gewicht hat sie eigentlich nicht so optimale Voraussetzungen für das Rudern. Im Achter sind die Frauen durchschnittlich 182 Zentimeter groß und 75 bis 80 Kilo schwer.

Seit 2006 trainiert sie im Bundesleistungszentrum in Dortmund, seit 2008 ist sie Mitglied im CRC. Der Club übernimmt die Regattakosten, stellt ein Boot und beteiligt sich an den Kosten für Marlenes Fahrzeug. Ihren Lebensunterhalt bestreitet Marlene Sinnig vom Bafög. 250 Euro kommen von der deutschen Sportstiftung.

Leserkommentare


() Registrierte Nutzer