Robin Rösch (40) ist sportlicher Leiter beim Crefelder HTC und trainiert nebenbei die niederländische Hallen-Nationalmannschaft.

Die Aufgabe des Bondscoach der niederländischen Hallenhockey-Nationalmannschaft ist nicht die einzige von Robin Rösch, sportlicher Leiter beim Crefelder HTC.
Die Aufgabe des Bondscoach der niederländischen Hallenhockey-Nationalmannschaft ist nicht die einzige von Robin Rösch, sportlicher Leiter beim Crefelder HTC.

Die Aufgabe des Bondscoach der niederländischen Hallenhockey-Nationalmannschaft ist nicht die einzige von Robin Rösch, sportlicher Leiter beim Crefelder HTC.

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Die Aufgabe des Bondscoach der niederländischen Hallenhockey-Nationalmannschaft ist nicht die einzige von Robin Rösch, sportlicher Leiter beim Crefelder HTC.

Krefeld. Wer in den Niederlanden im Hockeybereich arbeitet, muss sich vorkommen wie im Paradies: Beim größten nationalen Hockey-Verband der Welt fehlt es in vielen Bereichen an nichts – aber nur, solange es sich um Feldhockey dreht. „Das generelle Interesse an Hallenhockey ist groß in Holland, aber die Strukturen dafür sind nicht ansatzweise mit denen in Deutschland zu vergleichen“, sagt Robin Rösch.

Der 40-jährige gebürtige Heidelberger ist Sportlicher Leiter beim deutschen Bundesligisten Crefelder HTC, hatte allerdings seit 2005 auch mehrere Engagements bei niederländischen Vereinen sowie beim nationalen Hockey-Verband KNHB. Derzeit betreut er die Hallen-Nationalmannschaft und wird auch bei der Hallen-Europameisterschaft, die vom 13. bis 15. Januar in Leipzig ausgetragen wird, die Oranje-Herren betreuen.

In Krefeld trat Rösch im März 2011 seinen Dienst als Sportlicher Leiter an. Er folgte auf Michaela Scheibe. Zuvor war er auch beim damaligen Bundesligisten Gladbacher HTC tätig, wo er fast sechs Jahre sehr erfolgreich die Herren trainierte und auch im Frauen- und Jugendbereich tätig war. Von dort war der 40-Jährige zu Etuf Essen gewechselt, wo er als Sportlicher Leiter insbesondere für den Aufbau der Jugendabteilung tätig war. Rösch wohnt mit seiner Frau und den beiden Kindern (ein Junge, ein Mädchen) heute noch in Mönchengladbach.

Das Niveau im niederländischen Hallenhockey ist eher zweitklassig

Die Arbeit in Holland ist allerdings deutlich komplizierter als in Krefeld. Im Nachbarland erlaubt man sich nicht den Luxus einer kompletten Hallensaison wie in Deutschland. „Die Klubs spielen bis Mitte Dezember auf dem Feld und fangen dort Anfang Februar wieder an“, berichtet der Trainer. Abzüglich einer Weihnachtspause bleibt nicht viel Zeit für Hallenhockey. Außerdem mangelt es in den Niederlanden an geeigneten Hallen. Kein Wunder, dass das Nachbarland lange Jahre gar nicht auf den Teilnehmerlisten bei internationalen Hallenhockey-Events auftauchte.

Weil traditionell keine gestandenen A-Kader-Spieler in die Halle geschickt werden, hält Rösch das Team nicht wirklich für wettbewerbsfähig und vergleicht das Niveau mit dem eines guten Zweitliga-Teams in Deutschland. Sein Co-Trainer ist Eric Verboom, dem Trainer des belgischen Topteams KHC Dragons. Als Trainer für die Torhüter hat sich der Krefelder Unterstützung aus Deutschland mitgenommen. Der langjährige Bundesliga-Torwart Heiko Milz aus Hamburg unterstützt ihn. Auch Olympiasieger Florian Keller hilft als Stürmertrainer aus. „Ein Freundschaftsdienst“, sagt Rösch.

Trotz des Engagements in den Niederlanden kommt er immer wieder gerne zurück nach Krefeld. Mit der männlichen Jugend B des Crefelder HTC schaffte er es als Trainer im Oktober sogar bis in die Zwischenrunde der deutschen Meisterschaft – ein echter Pendler zwischen den Hockey-Welten eben. Red

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