Jean Bemelmans lobt die Leistungen der Krefelder und die Kontinuität der Veranstaltung.

Jean Bemelmans lobt die Leistungen der Krefelder und die Kontinuität der Veranstaltung.
Springreiter Theo Schalm auf Commisario Brunetti, einem der 500 Pferde, die am Hökendyk starteten.

Springreiter Theo Schalm auf Commisario Brunetti, einem der 500 Pferde, die am Hökendyk starteten.

dj

Springreiter Theo Schalm auf Commisario Brunetti, einem der 500 Pferde, die am Hökendyk starteten.

Krefeld. Friedhelm Kühnen schätzt, dass er das großes Dressur- und Springturnier des Krefelder Reit- und Fahrvereins wohl schon zum 25. Mal auf seiner Anlage stattfinden lässt. Das Jubiläum zu feiern, steht für ihn nicht im Vorderrund. Das geschieht im nächsten Jahr: Da wird der Verein 120 Jahre alt. „Dann wird es Überraschungen und einiges Besondere beim Turnier geben“, verspricht Vorsitzende Stephanie Weller. Auch in diesem Jahr gaben sich die Reiter der Extraklasse aus den Regionen Rheinland und Westfalen am Hökendyk ein Stelldichein. 1500 Nennungen, 500 Pferde, von der Führzügelklasse mit drei- bis vierjährigen Kindern bis zur Springprüfung der Klasse S und mit gestandenen Männern, wollen alle gewinnen und die goldene Schleife.

Die Krefelder Reitsportler sind bei ihrem Heimspiel gut unterwegs

Kühnen und Weller sind in den Turniertagen überall zu finden – beinahe rund um die Uhr: „Wir lieben das Turnier, weil wir selbst Reiter sind“, sagt Kühnen. „Es ist positiver Stress, es macht Spaß.“ An manchen Tagen sei es rappelvoll gewesen, berichtet Weller. Die Atmosphäre ist entspannt – solange es nicht auf den Springparcours und ins Dressurviereck geht. Die Krefelder Reitsportler sind gut unterwegs: Beispielsweise erreicht Julius Bläser den dritten Platz im L-Springen. Nicole Louven wird Dritte in der St. Georg-Dressur. Iris Rommerskirchen erzielt den zweiten Platz in der M-Dressur. Die erst zwölfjährige Daniela Schmitz erreicht in der L**-Kandare den dritten Platz und ist mächtig stolz, weil sie zu den Jüngsten gehört.

Die 23-jährige Catherina Nonn ist auch eine Teilnehmerin aus Krefeld: „Ich habe mich und meine Pferde konzentriert auf das Turnier vorbereitet, bin mit Stute ’Aura’ einmal pro Woche nach Kaldenkirchen zum Springtraining gefahren und habe mit ’Cordialement’ Dressur geübt. Mit ihren Resultaten – 5. Platz im L-Springen und 9. in der L-Dressur – ist sie sehr zufrieden.

Reitsport-Routiniers sind dagegen Matthias Gehring, der beim Springen so gut wie immer erfolgreich ist, ebenso wie Tobias Nabben in der Dressur. Niklaas Feilzer, der Bereiter von Isabell Werth, gewinnt St. Georg und die S-Dressur. Am Abend steigt dann die Intermediaire mit 13 Reitern U 30. Bei der S***-Dressur ist Annabel Frenzen aus Fischeln am Start und wird hinter Lydia Camp Zweite.

Auch die Trainerlegende Jean Bemelmans – zurzeit Trainer der französischen Nationalmannschaft – ist voll des Lobes. „Alle Krefelder Reiter haben gut abgeschnitten. Es ist schön, dass es hier gleichmäßig weitergeht. Andere Veranstaltungen finden ein paar Jahre statt, sind dann vergessen.“ Und nächstes Jahr folgt die Jubiläumsveranstaltung. Die Vorbereitungen laufen schon. „Denn nach dem Turnier ist vor dem Turnier“, sagt Vorsitzende Stephanie Weller.

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